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Mittwoch, 27. August 2014
Sommer, Sonne, Sand
Viele von uns verbringen ihre Urlaube gerne am Wasser, genießen die hfftl. ausreichend scheinende Sonne und wollen möglichst viel Sand am Strand. Und der Sand soll am besten immer ganz fein und sauber sein. Und möglichst jeden Tag neu und frisch aufgeharkt. Im Sommer spielt man auch viel Golf und der/die Golfer/-in freut sich über die Sonne. Doch weniger über den Sand.Viele Golfer mögen keinen Sand, schon gar nicht auf dem Platz.
Montag, 23. April 2012
Road to PE: Mein Weg zur Platzreife
Thomas ist schuld.
Und zwar an allem.
Ihr könnt diesen literarisch gekonnten Einstieg nicht so ganz nachvollziehen (gebt mir aber trotzdem Recht)?
Dann muss ich die Story wohl von vorne erzählen. Aber ich warne euch. Es wird eine Geschichte voller Zwang, Erpressung und Gewalt. Nur ohne Sex, denn den gibt es beim Golf ja nicht. Zumindest, wenn man dem Volksmund Glauben schenken darf. Aber wie sagte schon weiland Franz Josef Strauß: "Vox populi - Vox Rindvieh".
Aber zurück zum Thema.
Am Besten, ich stelle mich hier erstmal vor:
Mein Name ist Alex, ich bin 29 Jahre alt und fange im Moment damit an, Golf zu spielen. Genauer, ich absolviere gerade meine Lehre zum Amateur, auch Platzreife oder PE genannt. Das alles im Mainzer Golfclub weil ich nunmal in Mainz wohne und kurze Wege schätze.
Und so kann ich an dieser Stelle auch schon den Kreis zu meinem oben erhobenen Vorwurf schließen.
Denn Schuld daran, dass ich jetzt tatsächlich mit komisch geformten Metallrohren gegen kleine, unschuldig weiße Plastikbälle schlage ist wirklich der Thomas!
Wir hatten uns seinerzeit auf dem Sportportal Spox.com kennen gelernt, wo er immer von dem schönsten Sport des Planeten schwärmte. Ich für meinen Teil hatte schon seit längerem ein gewissen Interesse am Golf entwickelt, hatte mich aber bislang darauf beschränkt, dies am heimischen PC mit Tiger Woods 07 auszuleben. Das bietet ja den unschätzbaren Vorteil, dass man sofort bei der absoluten Weltklasse einsteigen kann. Warum sich also die Mühe machen, den Sport tatsächlich auszuüben wo man doch gleich dort starten kann, wo man nach eigener Einschätzung hingehört, es den anderen aber erstmal langwierig beweisen müsste? Eben.
Über mehrere Jahre ging diese Übereinkunft mit mir ja ganz gut. Bis zu einem Tag, den die meisten wohl Golf-Erlebnistag nennen würden und der regelmäßig vom DGV veranstaltet wird. Ich nenne ihn seit letztem Jahr D-Day.
To make a long story short, Thomas hatte mir damals energisch angetragen, das Angebot doch einmal wahr zu nehmen. Ich hatte im jugendlichen Leichtsinn zugesagt und wurde dort sämtlicher Illusionen beraubt.
Denn obwohl ich bislang noch NIEMALS einen Schläger in der Hand hatte ging ich an die Sache ganz im Stile Jeremy Clarksons von TOP GEAR heran.
"How hard can it be!?"
Well, it was hard. It was really hard.
Das Ende vom Lied war ein beschädigter Rasen, ein Schläger der mich erstaunlicherweise überlebt hat, ein Ball, der sagenhafte 25m zurückgelegt hatte (zusammengezählt) und das Gefühl, Blut geleckt zu haben!
Auf jeden Fall ließ mich der Gedanke, es doch mal im wirklichen Leben zu lernen nicht mehr wirklich los.
Und da kommt schon wieder der Thomas, aber auch andere seiner Spießgesellen ins Spiel, der mich in kurzen, unregelmäßigen Abständen immer wieder daran erinnerte, dass ich ja mal die PE machen wolle und dass ich damit doch mal anfangen solle. Zu allem Überfluss steht auch schon Anfang Juni das erste Treffen auf dem Programm, für das ich fest eingepreist bin. Ich hatte also irgendwann keine andere Wahl mehr und bin tatsächlich vor 3 Wochen zum Mainzer Golfclub gewackelt und hab mich für den dort angebotenen PE-Kurs eingeschrieben. Erst heute erkenne ich undeutlich die Auswirkungen meines Tuns. Ich hatte damals den Point of no return überschritten. Heute kann ich ihn nicht mal mehr sehen.
Die erste Einheit startete dann unter der fachkundigen Leitung eines Pros des Clubs und trug den verheißungsvollen Namen "Chip & Pitch". Dass das wenig mit Chip & Chap und der Rettungstruppe zu tun hat wusste ich aber schon vorher.
Die Einheit ging auch standesgemäß los, ich schnappte mir erstmal die bereitgestellten Damenschläger. Nachdem mein Irrtum freundlich korrigiert wurde, ging es zu einem der 5 Übungsgrüns und wir wurden in die Geheimnisse des Chips eingewiesen. Mir brachte das zuallererst die Erkenntnis, dass meine unzähligen Trainingsstunden auf dem virtuellen Grün am heimischen PC mal so gar nichts gebracht haben.
Nachdem wir alle vom Pro in die Richtunge Haltung "gebogen" wurden, durften wir anfangen und Übungsschwünge machen. Dabei war es zunächst gar nicht so einfach, den immer wieder geforderten Bodenkontakt herzustellen. Immerhin sah der Rasen aus, als habe sich damit jemand echt Mühe gegeben. Aber wie bei so vielem, nachdem man einmal die Grasnarbe gestreift hatte und die Welt sich weiter dreht, tastet man sich langsam weiter an den möglichst optimalen Trefferpunkt heran. Als unsere Übungsschwünge dann als so gut befunden wurden, dass wir zumindest niemanden schwer verletzen würden durften wir auch endlich mal gegen den Ball kloppen. Oder ihn vielmehr aufs Grün streicheln.
Zu meiner eigenen Überraschung klappte es so, wie der Pro es uns erklärt hatte doch am Besten und schon bald chippten wir alle munter unsere Bälle aufs Grün. Dass es auf Präzision nicht wirklich ankam, muss ich vermutlich nicht erst erwähnen. Hauptsache, der Ball macht einen kleinen Satz und hoppelt dann in eine Richtung weiter. Mein Erfolgserlebnis des Tages hatte ich dann auch schon beim zweiten Chip. Nach gründlicher Prüfung der Luftfeuchtigkeit und der Erdkrümmung traf ich einen Ball derartig gut, dass er seinen Satz wie beabsichtigt machte und direkt ins Loch hoppelte. Lobend erwähnt wurde ich aber nicht.
Da wir den Chip dann nach so einer Stunde einigermaßen im Griff hatten durften wir auch alle weiter zum Pitch rücken. Im Vergleich zum Chip sollte sich dieser als ungleich schwerer herausstellen, braucht man dazu doch einen halbwegigen Golfschwung. Zumindest im Ansatz.
Hieß: Sich wieder hinbiegen lassen und Übungsschwünge abspulen. Diesmal sogar mit richtigem Bodenkontakt, der ein paar Grashalme rausreißt. Da das Stück Rasen dann aber so aussah, als habe jemand schon längst aufgegeben, fiel es uns allen komischerweise leichter, auch mal richtig in den Boden zu hauen. Bei dem Versuch, dann den Ball in Richtung des Grüns zu schlagen zeigte sich aber, dass es mit der Körperkoordination so eine Sache ist.
Der eine winkelt die Arme ab, der andere steht steif wie ein Brett da, jeder hatte so seine kleine Marotte. Meine bestand darin, den Oberkörper immer ein wenig hoch zu nehmen und den Ball daher so zu treffen, dass er wie von der Tarantel gebissen übers Gras sauste, das Grün unbeeindruckt querte und sich im Gebüsch versteckte. Das war wieder eine der Stellen, an denen es sich doch auszahlt jemanden dabei zu haben, der weiß wies richtig geht. Und nachdem ich meine gesamte Konzentration darauf gerichtet hatte, meine diversen Körperteile zu kontrollieren gelangen mir auch ein paar ganz ansehnliche Treffer.
An der Stelle sei bemerkt, wie nahe Frustration und Erfolgserlebnis manchmal beieinander liegen können. Klappen die ersten paar Schläge nicht denkt man schnell "ich pack das nie, an was liegt das bloß, der Schläger ist Schuld, ich bin mit der Gesamtsituation unzufrieden usw:"
Aber wenn man dann nur eine kleine Veränderung vornimmt oder vornehmen lässt haut es auf einmal viel besser hin. Eins greift ins andere und man kommt sich tatsächlich vor wie auf dem Weg zur Weltspitze. The sky is the limit! Aber ernsthaft, den ersten Ball so fliegen zu sehen wie man es erwartet war ein tolles Gefühl!
Und mit diesem Erfolgserlebnis war die erste Einheit auch schon rum. Aber die nächste sollte folgen!
Die hörte auf den vielversprechenden Namen "Pitch & Bunker" und setzte sich aus einer Wiederholung des Pitchens und dem Bunkerspiel zusammen.
Das Pitchen hatte sich einigermaßen verinnerlicht, also ging es recht zügig in den Bunker der, entgegen der eigentlichen Definition des Wortes, kein Dach hat und dem Insassen eher wenig Schutz bietet.
Der Pro machte dan erstmal vor, wie es im Optimalfall aussehen soll und wo man den Sand (und nicht den Ball!!) treffen sollte, damit der schön rausfliegt. Die Regel, dass der Schläger den Sand nur beim Schlag berühren darf haben wir kurzerhand abgeschafft. Also standen wir auch recht zügig mit unseren vor uns in den Sand geworfenen Bällen da, gruben uns mit Ententanzbewegungen in den Sand ein und droschen auf den körnigen Untergrund ein. Meine Bilanz dieser Einheit ist eher durchwachsen. Meist schaufelte ich mehr Sand als Ball aus der Grube oder verschonte den Sand gleich ganz. Ersteres sorgte dafür, dass der Sand weiter fog als der Ball (der es meist gerade so an die Kante schaffte), letzteres führte dazu, dass der ball ähnlich meiner Pitches ohne Bodenbeteiligung in einem Strich die Bunkerwand heraufraste und außerhalb liegen blieb. Als ergebnisorientiertem Menschen zählte für mich freilich nur das, der Pro war aber irgendwie nicht so ganz zufrieden mit meiner kreativen Lösung. Und so durfte ich unter fachkundiger Anweisung so oft Sand schaufeln, bis mein Ball zumindest in den meisten Fällen eine schöne Kurve beschrieb und noch etwas Sand im Bunker verblieben ist. Die zweite Einheit wurde dann auch sehr pünktlich um 19.40 Uhr von einem kapitalen Wolkenbruch beendet, der dafür sorgte, dass wir um das Herausrechen unserer Spuren kamen.
Nachdem ich nun zwei Einheiten im kurzen Spiel hinter mich gebracht habe bereue ich es keine Sekunde, mich für die PE angemeldet zu haben. Es ist zwar alles nicht so leicht, wie es immer aussieht und man kann Dinge falsch machen, von deren Existenz oder Wichtigkeit man vorher nichtmal ahnen konnte wie die Wirbelsäule als Schwungachse.
Auf jeden Fall freue ich mich darauf, weiter zu machen und weiter in die Geheimnisse dieses Sports einzudringen. Ich werde euch hier auch weiter auf dem Laufenden halten.
Am Mittwoch geht es dann mit dem langen Spiel weiter. Sonntag auch. Bin mal gespannt, wie ich mich da dann anstelle.
Andereseits:
How hard can it be?
Nur Golf bei:

Freitag, 10. Februar 2012
Kurzes Spiel
Ein guter Freund von mir (hallo Tengel, was macht dein Spiel?) sagte mal während einer Runde folgenden, wie ich finde sehr klugen, Satz zu mir:
"Das Spiel heißt nicht wie weit, sondern wie oft!"
"Da muss ich auch mal wieder hin."
Maximal 5 Min Putttraining (eher 5 Putts) vor einer Runde sind wohl der Standarttrainingseinsatz auf dem Grün. Bei mir. Aber auch den meisten anderen Hobbygolfern.Und die sind natürlich viel zu wenig.
Aber warum ist das so, obwohl ich darum weiß?
Vielleicht liegt das daran, dass man als Anfänger/Hobbygolfer erst einmal froh ist, das Grün überhaupt zu erreichen, bevor man den Ball nach Stablefort aufnehmen müsste?
Aber das kann irgendwann nicht mehr der einzige Grund sein.
Seien wir ehrlich, wir unterschätzen diese Situationen und Bälle total. Oft kommt man ja auch einigermaßen über die Runde und hat danach die beiden gefühlten „Superputts“ (die aus 15 Metern faaaaast reingegangen wären) und die eine Annäherung in die Nähe der Fahne (und Nähe ist hier relativ siehe die Anzahl der 15 Meterputts auf der Runde) noch genau im Kopf. Jede(r)kann diese Situationen jedem schildern, der das gerade (oder auch nicht) hören will.
"Der Putt zum Par aus 12 Metern war total auf der Linie und hat die Lochkante nur ganz knapp (10 cm) verfehlt"
Aber das man auf derselben Runde viele, „auch kurze“ Putts daneben geschoben hat, wird mit, oft mit der Ausrede, verdrängt:
"Den mache ich ja normalerweise immer“
Was natürlich nicht der Fall ist.
Oder die zahlreichen Chips und Pitches, die man dermaßen versaut hat, das man direkt nach der Ausführung kurz darüber nachgedacht hattee, die Schläger endlich und für immer an die Wand zu hängen.
Negativen Situationen verdrängt das menschliche Gehirn aus reinem Selbstschutz.
Positive behält es oft ein lebenlang. Und seien wir ehrlich, es sind die langen Schläge, die uns den Kick geben, weniger der Putt.
Es ist am Ende dann doch das alte, in jeder Lebenslage gültige Spiel:
Meiner ist länger (weiter, größer)
Und so schreibe ich hier über die Notwenigkeit das kurze Spiel mindestens genauso intensiv zu trainieren wie das lange Spiel und dabei bin ich kein Deut besser als all die anderen Freizeitgolfer. Warum sollte ich auch?
Und zur Not kann man sich ja kurz ein paar dieser unzähligen Trainingsvideos im Internet reinziehen
Und schon weiß man, wie das geht.
Zack, so einfach ist Golf.
Mache ich auch zu gerne. Ich bevorzuge dafür ja momentan die Trainingsvideos meines absoluten Lieblingsspieler auf der Tour, Luke Donald.
Der Mann ist eine Schwung-Maschine. Die Konstanz in Person.
Er ist zwar nicht der längste (was ihn mir noch sympathischer macht), dafür aber sehr präzise und vor allem der Beste auf dem und um das Grün herum.
Sind diese Videos aber damit nicht eher ein Fluch als Segen, gerade für uns Hobbgolfer?
Manchmal denke ich, diese Videos sind super, dass machst Du nächstes Mal genauso.
Mache ich dann natürlich nicht.
Nicht ansatzweise.
Und schon gar nicht stelle ich mich stundenlang auf die Range und über Bunkerschläge, wie er so ganz nebenbei ins einem Video erwähnt, als er erklärt, warum er so erfolgreich ist.
Pfff, überbewertet. Training.
Und erst Recht Bunkertraining.
Da liege ich ja ohnehin nur, wenn mein langes Spiel nicht funktioniert. Also trainiere ich das lieber nochmal eine Stunde. Und filme mich mit dem Handy dabei. Nicht, dass ich darauf dann groß etwas erkennen würde. Im Gegenteil, mein „was auch immer“ sieht auf diesem Minidisplays besonders schlimm aus.
Ich mache das viel mehr, weil ich danach ein besseres Gefühl habe, denn die Option Kamera war da und wurde von mir benutzt. Auch wenn die Kamera dafür natürlich total unbrauchbar ist und ich sowieso keine Ahnung habe, was ich alles falsch mache...
Dafür schaue ich mir dann hinterher zu Hause, quasi als Trainingsersatz für das erneut nicht geübte Kurze-Spiel, ein weiteres Lehrvideo der Nummer 1 der Welt an...
Und denke mir auch dabei:
„Was, so easy ist das? Das machst Du nächste Mal auch genauso.“Und so verbinde ich erfolglos Theorie samt Donaldscher-Videoanalysen. Und wundere mich, dass diese Trainingsform mein kurzes Spiel nicht wirklich nach vorne bringt.
Und mein Handicap am Ende nicht so gut ist, wie ich es gerne hätte und wie es diuuchaus sein könnte.
Wenn ich mehr Wert auf mein Kurzes Spiel legen würde.
Nur Golf jetzt auch auf:
"Das Spiel heißt nicht wie weit, sondern wie oft!"
Recht hat er, geht man davon aus, dass der Golfer die Hälfte seiner Schläge auf dem und um das Grün herum macht, weiß man was er uns sagen will.
Aber dennoch trainieren die Breitensportler gerade das kurze Spiel viel zu selten.
Da wird stundenlang auf der Range mit den Eisen und (vorzugsweise) Hölzern „trainiert“, um ein oder zwei Meter weiter zu schlagen, während man das Putting- und Pitchingarea meistens nur im Vorbeigehen anschaut und sich, wenn überhaupt, denkt: "Da muss ich auch mal wieder hin."
Maximal 5 Min Putttraining (eher 5 Putts) vor einer Runde sind wohl der Standarttrainingseinsatz auf dem Grün. Bei mir. Aber auch den meisten anderen Hobbygolfern.Und die sind natürlich viel zu wenig.
Aber warum ist das so, obwohl ich darum weiß?
Vielleicht liegt das daran, dass man als Anfänger/Hobbygolfer erst einmal froh ist, das Grün überhaupt zu erreichen, bevor man den Ball nach Stablefort aufnehmen müsste?
Aber das kann irgendwann nicht mehr der einzige Grund sein.
Seien wir ehrlich, wir unterschätzen diese Situationen und Bälle total. Oft kommt man ja auch einigermaßen über die Runde und hat danach die beiden gefühlten „Superputts“ (die aus 15 Metern faaaaast reingegangen wären) und die eine Annäherung in die Nähe der Fahne (und Nähe ist hier relativ siehe die Anzahl der 15 Meterputts auf der Runde) noch genau im Kopf. Jede(r)kann diese Situationen jedem schildern, der das gerade (oder auch nicht) hören will.
"Der Putt zum Par aus 12 Metern war total auf der Linie und hat die Lochkante nur ganz knapp (10 cm) verfehlt"
Aber das man auf derselben Runde viele, „auch kurze“ Putts daneben geschoben hat, wird mit, oft mit der Ausrede, verdrängt:
"Den mache ich ja normalerweise immer“
Was natürlich nicht der Fall ist.
Oder die zahlreichen Chips und Pitches, die man dermaßen versaut hat, das man direkt nach der Ausführung kurz darüber nachgedacht hattee, die Schläger endlich und für immer an die Wand zu hängen.
Negativen Situationen verdrängt das menschliche Gehirn aus reinem Selbstschutz.
Positive behält es oft ein lebenlang. Und seien wir ehrlich, es sind die langen Schläge, die uns den Kick geben, weniger der Putt.
Es ist am Ende dann doch das alte, in jeder Lebenslage gültige Spiel:
Meiner ist länger (weiter, größer)
Und so schreibe ich hier über die Notwenigkeit das kurze Spiel mindestens genauso intensiv zu trainieren wie das lange Spiel und dabei bin ich kein Deut besser als all die anderen Freizeitgolfer. Warum sollte ich auch?
Und zur Not kann man sich ja kurz ein paar dieser unzähligen Trainingsvideos im Internet reinziehen
Und schon weiß man, wie das geht.
Zack, so einfach ist Golf.
Mache ich auch zu gerne. Ich bevorzuge dafür ja momentan die Trainingsvideos meines absoluten Lieblingsspieler auf der Tour, Luke Donald.
Der Mann ist eine Schwung-Maschine. Die Konstanz in Person.
Er ist zwar nicht der längste (was ihn mir noch sympathischer macht), dafür aber sehr präzise und vor allem der Beste auf dem und um das Grün herum.
Sind diese Videos aber damit nicht eher ein Fluch als Segen, gerade für uns Hobbgolfer?
Manchmal denke ich, diese Videos sind super, dass machst Du nächstes Mal genauso.
Mache ich dann natürlich nicht.
Nicht ansatzweise.
Und schon gar nicht stelle ich mich stundenlang auf die Range und über Bunkerschläge, wie er so ganz nebenbei ins einem Video erwähnt, als er erklärt, warum er so erfolgreich ist.
Und erst Recht Bunkertraining.
Da liege ich ja ohnehin nur, wenn mein langes Spiel nicht funktioniert. Also trainiere ich das lieber nochmal eine Stunde. Und filme mich mit dem Handy dabei. Nicht, dass ich darauf dann groß etwas erkennen würde. Im Gegenteil, mein „was auch immer“ sieht auf diesem Minidisplays besonders schlimm aus.
Ich mache das viel mehr, weil ich danach ein besseres Gefühl habe, denn die Option Kamera war da und wurde von mir benutzt. Auch wenn die Kamera dafür natürlich total unbrauchbar ist und ich sowieso keine Ahnung habe, was ich alles falsch mache...
Dafür schaue ich mir dann hinterher zu Hause, quasi als Trainingsersatz für das erneut nicht geübte Kurze-Spiel, ein weiteres Lehrvideo der Nummer 1 der Welt an...
Und denke mir auch dabei:
„Was, so easy ist das? Das machst Du nächste Mal auch genauso.“Und so verbinde ich erfolglos Theorie samt Donaldscher-Videoanalysen. Und wundere mich, dass diese Trainingsform mein kurzes Spiel nicht wirklich nach vorne bringt.
Und mein Handicap am Ende nicht so gut ist, wie ich es gerne hätte und wie es diuuchaus sein könnte.
Wenn ich mehr Wert auf mein Kurzes Spiel legen würde.
Aber nächstes Mal, ja nächstes Mal nehme ich mir die Zeit.
Bestimmt... Nur Golf jetzt auch auf:
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