Da hier ja auch immer mal wieder "Golfeinsteiger" mitlesen und wir Golfer ja eine eigene "Sprache" haben, soll es diese Woche mal um ein paar Begriffserklärungen in Sachen Flugbahnen gehen. Auch weil es gerade hier immer wieder zu Missverständnissen kommt
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Dienstag, 7. Oktober 2014
Freitag, 9. November 2012
Power-Pull-Hook-Slice
So oder so ähnliche konnte man lange meinen "Golf-Schlag" nennen...
Inzwischen hoffentlich nicht mehr, denn ich trainiere doch fleissig...
Viele Menschen, vor allem Golflehrer, behaupten der Golfschlag sei, nach dem Stabhochsprung, die zweitkomplizierteste Sportübung die es überhaupt gäbe. Und laut Experten handelt es sich beim Golfschwung in der Tat um einen technisch hoch anspruchsvollen Bewegungsablauf, bei dem bis 130 Muskeln beansprucht werden. Das aber Golflehrer diesen Spruch gerne bringen, mag darin zu begründen sein, dass der Golfschlag in der Tat hoch komplex ist.
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Dienstag, 17. Juli 2012
Der richtige Drive
Heute gibts mal einen kurzen Einwurf. Oder Pitch.
Nachdem ich ja nun schon ein paar Wochen zum Kreis der aktiven Golfspieler zähle laufen mir immer wieder Umstände über den Weg, die man als Glaubensfragen qualifizieren kann.
Ja, mittlerweile bin ich soweit dass ich glaube, dass Golf eine einzige Glaubensfrage ist.
Die für mich aktuell größte ist die, ob man als Anfänger (und als solchen bezeichne ich mich weiterhin mit vollem Stolz) erstmal mit den "kleinen Schlägern" anfangen soll und erst später zu den größeren wechseln sollte oder ob man gleich das ganze Moveset durchprobieren sollte.
Nachdem ich ja nun schon ein paar Wochen zum Kreis der aktiven Golfspieler zähle laufen mir immer wieder Umstände über den Weg, die man als Glaubensfragen qualifizieren kann.
Ja, mittlerweile bin ich soweit dass ich glaube, dass Golf eine einzige Glaubensfrage ist.
Die für mich aktuell größte ist die, ob man als Anfänger (und als solchen bezeichne ich mich weiterhin mit vollem Stolz) erstmal mit den "kleinen Schlägern" anfangen soll und erst später zu den größeren wechseln sollte oder ob man gleich das ganze Moveset durchprobieren sollte.
Montag, 14. Mai 2012
Golf hurts!
Sodele, nach eine Woche Pause bin ich auch wieder da.
Grund für diese kleine Unterbrechung war eine kleine Verletzung, aufgrund derer ich nicht so sonderlich gut in der Verwendung meiner linken Hand war. Aber von vorne.
Ich habe mir mein Kursprogramm ja so zusammen gestellt, dass es durchaus das Prädikat "Schnelldurchgang" verdient. Das schließe ich zumindest daraus, dass ich fast jedes Mal neue Leute kennen lerne.
Vorletzte Woche stand daher auch schon die drittletzte Einheit, die Verfeinerung des langen Spiels, auf dem Plan. Der Verlauf ist recht schnell erzählt. Jeder bekam einen Eimer mit 125 (sic!) Bällen und die sollte man verballern. Vom Tee, vom Boden, mit dem Holz 4, mit dem Holz 3 und dem Driver. Und mit den Eisen. Und den Wedges. Nur mit dem Putter nicht, obwohl mich das ehrlich gesagt auch mal interessiert hätte. Hab mich aber nicht getraut, das zu versuchen. Ein anderes Mal eben.
Meine zweitschwerste Sportbewegung der Welt habe ich mittlerweile so drauf, dass ich das, was vorher Glück war nun die Regel ist. Mit meinen Eisen bringe ich den Ball schnurgerade raus, mit den Hölzern habe ich noch einen saftigen Slice drin. Da ich dieses Schicksal aber wohl mit vielen anderen Golfern teile mache ich mir darüber eher weniger Sorgen.
Erstaunlich war nur, dass ich mit den langen Schlägern irgendwie besser zurecht gekommen bin als mit den Kurzen. Eigentlich sollte es ja andersrum sein. Sagt zumindest mein Pro.
Lediglich an Länge mangelt es mir noch irgendwie, aber da rächt sich wohl der Umstand, dass ich in meinem ganzen Leben noch keine Sportart betrieben habe, deren Bewegungsablauf dem jetzigen auch nur annähernd ähnelt.
Das dürfte dann auch der Grund sein, warum ich mir die linke Hand ramponiert habe.
Nach so ca. 80 gespielten Bällen baute sich immer mehr ein stechender Schmerz in den oberen Knöcheln des kleinen- und Ringfingers auf (die exakte medizinische Beschreibung erspare ich euch und mir), was dazu führte, dass ich fortan immer weniger in der Lage war, einen vernünftigen Schlag schmerzfrei auszuführen.
Da mich aber, einmal mehr, der falsche Ehrgeiz gepackt hatte verballerte ich noch meine restlichen Bälle. Eine Entscheidung, die ich Abends schon bitterlich bereuen sollte. Denn meine linke Hand war nahezu unbrauchbar geworden und wurde bei jeder Belastung von einem stechenden Schmerz durchzogen. Das allein war aber noch nicht so schlimm, das Problem bestand darin, dass nur 3 Tage später die Kurzplatzrunde auf dem Programm stand!
Ich stand also vor dem Problem, das schon Jürgen Klinsmann vor dem EM-Finale 1996 hatte: Ich musste zügig wieder fit werden. Also habe ich mich selbst mit Eispäckchen und Mobilat behandelt in der Hoffnung, dass alles doch nicht so schlimm sein möge.
Und siehe da, 3 Tage später waren die Schmerzen soweit abgeklungen, dass ich schon wieder schmerzfrei etwas greifen konnte. Ein paar Trockenschwünge zeigten mir jedoch schnell, dass an einen vernünftigen Golfschwung nicht wirklich zu denken war. Termin stand aber. Und sollte auch tunlichst wahrgenommen werden.
Also einen notdürftigen Tapeverband um die Hand gewickelt, der dafür sorgte, dass die mehr oder weniger komplett steif war und den Handschuh drüber gezogen. Ballgefühl und Präzision waren ab da zwar nur noch ein frommer Wunsch, aber ich war zumindest in der Lage, einen Ball zu schlagen ohne Tränen in die Augen zu bekommen. Ja, diese Opfer bringe ich!
Die Runde an sich war ziemlich unterhaltsam. Wir starteten in 2 Flights, einmal mit 2 und einmal mit 3 Personen. Mein Flight war 3 Personen stark und wir hatten echt Spaß, überboten wir uns doch mit unseren Peinlichkeiten.
Erst schlug ich aus 3 Metern einen Ball gegen den einzig in der Gegend stehenden Baum (obwohl ich nicht auf ihn gezielt hatte), dann traf ein Anderer aus 2 Metern das Loch nicht obwohl er drauf gezielt hatte), wir liefen uns gegenseitig über die Puttlinien, kurzum, wir machten wenig richtig. Und das schon am ersten Loch! Zu unserer Ehrenrettung möchte ich aber sagen, dass wir versuchten, uns so gut wie möglich an die Regeln und die Etikette zu halten. Hat auch, mit vereinten Kräften und mit Einschränkungen geklappt.
Am zweiten Loch spielten wir schon, von der Schlagzahl mal abgesehen, wie alte Hasen. Eins haben wir aber bis zum Ende nicht abgestellt bekommen. Wenn ein Anderer am Zug war haben wir diese Zeit nicht genutzt, um uns selbst auf unseren Schlag vorzubereiten, sondern haben immer voller Faszination zugeschaut, was da jetzt fabriziert wird und haben uns erst danach Gedanken darüber gemacht, wer denn jetzt überhaupt was machen soll und darf. Das zügige Spiel hatten wir also noch nicht restlos verinnerlicht.
Auch die Diskussion, wer zuerst abschlägt wuchs sich zum Schätzspiel aus:
"Wer fängt an?"
"Wieviel hattet ihr beim letzten Loch?"
"Glaub so 7."
"Denke so um die 6. Und du?"
"Keine Ahnung."
Zählen will eben gelernt sein.
Die restlichen Löcher liefen alle so lala, meist lag das Problem darin, dass man den Ball ungebremst über das Grün hinaus gespielt hat und sich dann von hinten wieder heranpirschen musste. Irgendwie fehlte noch das Gefühl für das richtige Verhalten von richtigen Bällen. Aber das sollte nichts sein, was sich nicht abstellen ließe.
Und kurz vor dem Ende schafften wir es sogar noch, ein Loch tatsächlich Par zu spielen. Wir schafften es aber auch, das ein oder andere Loch mit Doppel-Par zu beenden. Passenderweise fing es am 5. Loch auch noch an in Strömen zu regnen. Unser Pro beobachtete uns daraufhin unter dem wohl größten Regenschirm, den der Markt hergibt. Und wir wurden nass. Spaß hat es aber trotzdem gemacht!
Allerdings bezahlte ich diesen Ausflug die nächsten Tage wieder teuer, denn meine Hand war Abends wieder in der Form, in der sie 3 Tage zuvor schon gewesen ist.
Deswegen habe ich mir letzte Woche mal eine Auszeit genommen und meine obligatorischen Einheiten auf der Range gecancelt. Erst letzten Freitag habe ich es wieder gewagt, ein paar Bälle zu schlagen, was auch ganz gut funktioniert hat. Gespürt hab ichs danach trotzdem wieder, wenn auch nicht so stark wie zuvor.
Deshalb werd ich diese Woche bis Samstag auch nochmal pausieren. Da steht dann die 9-Loch-Runde auf dem richtigen Platz an. Da sollte ich wohl besser in der Lage sein, vernünftig zu spielen. Deshalb, entgegen meiner Natur, werd ich mal vernünftig sein. Immerhin steht ja kurz darauf auch die Prüfung an. Und die muss ich ja tunlichst bestehen... ;-)


Nur Golf bei:


Dienstag, 1. Mai 2012
Schwunghafte Entwicklung
So, da bin ich wieder!
Nachdem ich mich ja in den letzten Wochen ansatzweise in die Geheimnisse des kurzen Spiels habe einweihen lassen stand in dieser Woche nun die spektakulärere Einheit an: Langes Spiel.
Seien wir mal ehrlich, wenn man an Golf denkt, dann stellt man sich als Laie weniger Leute vor, die verkrampft einen kleinen Schläger halten, eine gefühlte Ewigkeit über einem Ball stehen, nur um ihn dann leicht anzuschubsen.
Nein, es geht um die spektakulären Schläge, mit dem Schläger, an dessen Ende ein Kleinwagen befestigt ist. Die Schläge, die ca. 500m weit fliegen und eigentlich die Freigabe des Towers des nächsten Flughafens bräuchten. DAS ist Golf!
Dachte ich zumindest, bevor ich damit angefangen hatte.
Denn zur Begrüßung wurden uns vom Pro gleich mal diese Illusionen genommen.
"Drive for the show - putt for the money"
Mit diesem Sinnspruch wurde uns verdeutlicht, dass ein langer Drive zwar was Tolles sein kann, es aber trotzdem darauf ankommt, den Ball am Ende auch ins Loch zu bekommen.
Wieder eine Illusion weniger.
Ich bin mal gespannt, ob der Sport am Ende meines Kurses noch etwas mit dem zu tun hat, was ich mir vorgestellt hatte.
Aber der Reihe nach.
Ausgerüstet mit einem Eisen 7 und einem Holz 4, auch Hybrid oder Rescue genannt (wobei mir der Name Hybrid mehr zusagt. Klingt so Akte-X-mäßig) gingen wir zielgenau auf die Driving Range. Eine Entscheidung, die dem leichten Nieselregen geschuldet war, der den ganzen Tag schon seine Bahnen zog.
Dort wurde erstmal das beurteilt, was wir für einen Golfschwung hielten.
Also. Ball aufs Tee gesetzt, das Eisen 7 fest in die Hand genommen, ausgeholt, Abwärtsschwung begonnen und durchgeschwungen bzw. sich den Schläger auf den Rücken geknallt.
Wenn man diese Schwungbewegung bei anderen sieht, sei es auf der Range oder im TV, dann sieht das ja per se gar nicht allzu schwer aus. Da schocken einen auch die Behauptungen nicht, dass es sich beim Golfschwung um die zweitschwerste Bewegung der gesamten Sportwelt handeln soll. Zumal mir bis heute nicht klar ist, was die Schwerste sein soll. Möglicherweise der Torabschluss eines Spielers des 1. FC Köln, ist aber nur eine Vermutung.
Auf jeden Fall, wie ich das letzte Mal schon geschrieben hatte: How hard can it be?
Nun, ich war überrascht. Und zwar davon, wie viel man bei einem solchen Bewegungsablauf doch falsch machen kann. Ich glaube, es gab keine einzige Phase, in der mein Pro an mir nichts zu meckern hatte.
Stell dich breiter auf, halt den Oberkörper in einer Ebene (ich dachte, das hatte ich getan), den Schläger nicht so weit hinter den Kopf, das Schlägerende muss da und da sein, Handgelenke mehr abwinkeln, Handgelenke weniger abwinkeln, Am Anfang so, als ob du an einem Seil ziehst, mehr drehen, weniger drehen, Fuß stehen lassen, stehen bleiben.
Das stehen bleiben bezog sich auf meine Angewohnheit, derart viel Energie in den Schlag zu legen, dass mich der Schläger ein wenig mitzog und ich zu kämpfen hatte, das Gleichgewicht zu halten.
Auf meine Frage, ob es dafür Strafschläge geben wenn ich umfalle verneinte mein Pro dies, beschied mir aber, ich würde ausgelacht werden. Und das will ja auch keiner. Zumindest nicht dafür.
Also machte ich mich daran, das eben bemängelte Schritt für Schritt abzustellen.
Erst sorgte ich dafür, dass mein Rückschwung etwas gleichmäßiger und rhythmischer aussah und dabei gleichzeitig das Schlägerende in Richtung des Balles zeigte. Wie das alles ohne Geodreieck funktioniert hat, tja, ich bin gut! ;-)
Dann konzentrierte ich mich darauf, meinen Oberkörper (was ja ein bekanntes Problem war) in einer Ebene zu halten und ihn gleichzeitig wie gefordert zu drehen. Dann noch die Handgelenke im richtigen Zeitpunkt winkeln bzw. entwickeln und schon sah das, was ich da machte in ungefähr so aus wie ein Golfschwung.
Zumindest sorgten meine Fortschritte bei meinem Pro für den orgiastischen Euphorieausbruch "Sieht ja schon mal ganz gut aus." Sowas motiviert ja!
Und schon startete ich den ersten Versuch, einen Ball zu schlagen. Und zwar so, wie ich es jetzt perfekt beherrschte!
Wer allerdings etwas dagegen hatte war mein Körper. Ich weiß nicht, was ich ihm getan hatte oder ob es pure Böswilligkeit war. Aber jedesmal, wenn mein Probeschwung einigermaßen annehmbar war und ich dazu überging, den Ball anzusprechen und zu schlagen kippte ich in dem Moment, in dem ich den Ball traf leicht auf die Fersen, was dazu führte, dass ich den Ball logischerweise zu hoch traf und dieser über die Wiese raste. Obwohl die Längen, die ich damit erzielte auch nicht allzu schlecht waren (zumindest für meine Art zu spielen) war das wohl nicht Sinn der Sache.
Mein kreativer Vorschlag, mir doch einfach während des Probeschwungs einen Ball hinzulegen wurde mit der fadenscheinigen Begründung des Sicherheitsaspektes abgelehnt.
Mir blieb also nichts weiter übrig, als das Problem selbst in den Griff zu bekommen. Selbst betteln und schreien funktionierte nicht.
Und so verbrachte ich den Rest der Einheit auf den Fersen kippelnd mit den Versuchen, einen einigermaßen anständigen Schlag hinzubekommen. Was weniger oft funktionierte als es schief ging.
Und so beendete ich die Einheit mit einem heiligen Schwur: Bis nächste Woche bekomme ich das in den Griff!
Die gute Nachricht ist, ich habs in den Griff bekommen. Nach einigen Stunden auf der Driving Range in den darauf folgenden Tagen habe ich meine Muskelparteien doch soweit auf Linie gebracht, dass man sagen könnte, ich verfüge jetzt über einen Golfschwung.
Ich stehe fest wie ein Fels, ich schwinge und drehe als wäre ich aus Gummi und die meisten Bälle, die ich schlage fliegen über die selbe Distanz. Mit dem Eisen 5 lande ich zwischenzeitlich regelmäßig zwischen 75 und 100 Metern, meinen Hybrid bringe ich auf rund 90 bis 120 Meter.
Ich fühle mich gerüstet für die größeren Kaliber, die morgen anstehen.
Und ich bin mal gespannt, was mein Körper sich dann wieder für Boshaftigkeiten einfallen lässt.
Eine kleine Tendenz habe ich schon erkannt.
Wenn ich einen Ball schlage, dann macht er im Flug oft ganz lustige Kurven.
Slice soll das wohl heißen.
Mal schauen, wie ich das abgestellt bekomme.
Es wird auf jeden Fall, das hab ich jetzt gemerkt, ein schönes Stück Trainingsarbeit.
Ich freu mich schon drauf!
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