Am vergangenen Wochenende (vom 02.08 – 05.08) fanden zum
achten Male die DMM im Sporting Club Berlin Scharmützelsee, Bad Saarow statt. Gespielt wurde sowohl bei den Damen, als auch bei den Herren im
Lochspielmodus, die Mannschaften wurden dabei in der Rangfolge ihrer am
Donnerstag erzielten Zählspielergebnisse gesetzt.
Für mich war es die Premiere bei den DMM. Und leider auch direkt das letzte
Mal, dass ich bei diesem Event dabei war. Das allerdings liegt daran, dass
ab 2013 bekanntlich der Modus reformiert und im Ligabetrieb der Deutsche
Mannschafts Meister (DMM) ausgespielt wird.
Und weil es meine Premiere war und ich nur bei und mit den
Damen unterwegs war, kann und will ich an dieser Stelle nur über die Damen und die Erlebnisse und Eindrücke dort reden. Vom wechselhaften Wetter (es war wirklich alles dabei) will ich mal lieber gar nicht erst reden...
Golf ist eigentlich eine Individualsportart. Ständig spielt man seinen Runden und Turniere. und die ja nach dem Geist des Spiels immer gegen sich. Doch auch beim Golf gibt es Mannschaftswettbewerbe, wenn auch seltener als in anderen Sportarten. Der bekannteste Mannschaftswettbewerb ist sicherlich der Ryder Cup, der dieses Jahr vom 25.09. - 30.09. im Medinah Country Club in medinah, Illinois, USA ausgetragen wird.
Aber anders als in den meisten Sportarten spielt man beim Golf seine Mannschaftswettbewerbe amn einem einzigen Wochenende in den jeweiligen Ligen aus. Sprich, es gibt keinen Ligabetrieb mit Hin- und Rückspielen, sondern alle Teams einer Liga treffen sich an einem bestimmten Wochenende und spielen ihren (Staffel-)Sieger aus.
Und zwar von der Kreisebebene bis hoch zur ersten Bundesliga.
Die spielt seit einigen Jahren im Sporting Club Berlin Scharmützelsee e.V. um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft.
Wie jedes Jahr treten dort die besten 8 Damen und 8 Herren Mannschaften im Matchplay und KO-System um den Titel Deutscher Mannschaftsmeister an.
Dafür wird an dem Donnerstag (02.08) in einer Zählspielrunde mit 6 (Damen) bzw 8 (Herren) Spieler/-innen pro Club eine Setzliste erspielt. Das Team mit den wenigstens Schlägen wird an Position 1, das Team mit den meisten Schlägen daher an Position 8 gesetzt.
Und nach dieser Zählspielsetzliste werden dann die Mannschaften und die Rangfolge für die KO-Spiele angesetzt.
1-8, 2-7, 3-6 und 4-5.
Spielansetzungen Abstiegsspiele finden am Sa. statt, Absteiger gibt es keine
Die Sieger spielen dann im Halbfinale die Finalisten aus, während die Verlierer den Absteiger ausspielen.
zumindest nicht, wenn man das ganze Thema sportlich motiviert angehen will.
Für gutes Golf braucht es auch mehr als teures Equipment.
Ich war am Mittwoch mal wieder auf dem Platz.
Wie heißt es immer so schön? "Entscheidend ist auf´m Platz!" (das war Sepp Herberger, oder?)
Was nutzt einem das beste Training, wenn man es dann auf dem Platz nicht zusammen bekommt. Also nicht nur scoremässig, sondern auch konditionstechnisch.
Was mir in den letzten Jahren immer mehr auffällt, ich werde alt.
Und körperlich bin ich nach einer Runde Golf schon relativ runter vom Reifen...
Ok, 47 ist keine 20 mehr, aber auch keine 65.
Und daher überrascht es mich schon, wie beansprucht mein Körper sich gibt.
Dabei schlage ich kaum 50 Bälle auf der Runde Putten und Kurzes Spiel mal außen vor).
50. Und mein Körper fühlt sich an, als hätte ich eine Runde gegen die Klitschkos geboxt.
Nicht kaputt, aber er tut überall weh.
Vor allem im Rücken, wo meine fehlende Muskulatur im krassen Gegenspruch zu dem gewünschten Golfschwung steht.
Ich habe Mittwoch wieder einmal festgestellt, dass es beim Golf einen klaren Kopf, gute Nerven, eine gute Technik und das alles verbunden mit einer gesunden Portion Physis braucht. Und da alles mit der Kondition zusammenhängt, kann man vereinfacht sagen:
Wer nicht fit ist, kann keine 18 Loch auf höchstem Niveau spielen. Und erst recht nicht zwei Mal 18 Loch an einem Tag oder gar vier Runden an vier Tagen, wie es die Pros machen.
Und wenn ich mir die Damen und Herren in den Mannschaften anschaue, ziehe ich meinen Hut vor deren Leistungen. Ständig irgendwelche (vorgabewirksamen) Turniere und Dauerstress.
Bei den deutschen Mannschaftsmeisterschaften spielen einige von den Spieler/-Innen bis zu 6 Matchplaymatches (Einzel und Vierer) und vorweg eine Zählspielrunde für die Qualifikation. Das sind 7 Runden Golf in vier Tagen, auf allerhöchstem sportlichen Niveau. Und mental immer unter Volldampf.
Körperlich schafft man das nur, wenn man wirklich austrainiert ist.
Die Herrenmannschaft von Deutschlands sportlich wohl ehrgeizigstem Golfclub St. Leon-Rot, stellt diverse deutsche Mannschafts- und Einzelmeister. Dort gibt es nicht nur Golftrainer, sondern Psychologen, Physiotherapeuten, sondern auch Drillinstructor, die mit den Mannschaftspieler/-Innen, gerade im Winter, sehr hart an deren Fitness und Kondition arbeiten.
Mein Dank geht an Marco für die Videolinks!
Und dazu natürlich auch die entsprechenden Trainingsanlagen und Trainer.
Seit November 2011 steht dort auch die größte Indoortrainingsanlage Deutschlands die „ALLIANZ GOLF ARENA - INDOOR SHORT GAME CENTER OF EXCELLENCE“. Die Allianz Golf Arena verfügt über Übungs- und Vorgrüns auf über 1.700 Quadratmeter und zwei Ebenen und damit optimale Bedingungen für das Training des kurzen Spiels auch im Winter.
Alles machbar, wenn man den finanziellen Kraftakt gehen kann und will. Doch leider kommen nur wenige Golfer/-Innen in die Vorzüge dieser außergewöhnlichen Anlagen und Trainingsangebote. Auch ein Argument, mit dem jungen Spielern ein Wechsel schmackhaft gemacht wird.
Doch zurück zum Massensport Golf und der Frage, wie sieht unser Fitnesstraining aus?
Machen wir eines?
Und wenn ja, betreiben wir das wirklich ernsthaft?
Wenn ja, Glückwunsch.
Wenn nicht, willkommen im Club, denn wir, die wir nicht gerade gehobene sportliche Ansprüche haben, trainieren dann doch eher überhaupt nicht, oder?
Dabei gibt es einfache Übungen und Methoden, um zu Hause etwas zu machen.
Laufen kann man auch fast überall. Also, trainiert nicht nur auf der Driving Range, sondern auch eure Fitness.
Ich muss los. Eine Runde Joggen.
Zum Kühlschrank, da wartet die Cola auf mich. Von da dann zum TV, Golf auf SKY gucken. Man muss ja schließlich gut vorbereitet sein...