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Montag, 13. Februar 2012

Alles neu macht der Mai

2016 wird Golf nach 112 Jahren endlich wieder olympisch. Der letzte Olympiasieger im Golf hieß wie?
Richtig, Georg Lyon, ein Kanadier. Teamsieger wurde 1904 die USA. Die Damen traten sogar 1900 das einzige und letzte Mal bei Olympia zum Wettbewerb an. Einzige Siegerin bisher ist die US Amerikanerin Margaret Ives Abbott  
Seitdem gab es bei keiner Olympiade Golf. 2016 in Rio dann aber endlich wieder. Warum nicht schon 2012 in London (also auf der Insel, wo es zig tausende von Plätzen gibt) kann ich nicht beurteilen.
Aber wie immer zeigt eine Ursache (Golf wird Olympisch) auch Wirkung. 
Im Falle unseres Lieblingssports sogar gleich mehrere.

Positiv ist, dass unserer Lieblings-Sport in dieser Zeit, wie fast alle anderen (Rand-)Sportarten auch, mal in den Fokus der ganz breiten Öffentlichkeit gerückt wird, vor allem, wenn unser Martin am Start und einigermaßen erfolgreich sein sollte.  
Hoffe ich zumindest, aber es bleibt abzuwarten was die Öffis am Ende wirklich übertragen...


Und endlich kommt auch der DGV in den Genuss der Sportförderung durch den Deutschen Olympische Sport Bund DOSB
Diese Förderung ist, natürlich und wie in den anderen (Rand-)Sportarten auch, stark erfolgsabhängig und wird an verschiedenste Vorgaben geknüpft. Und wie in den anderen Sportarten auch, hängt daran aber nicht nur das liebe Geld (Ursache), sondern auch die eine oder andere strukturelle Neuausrichtung  (Wirkung). 
Sagt man. Auf Seiten des DGV. 
Ob wirklich der DOSB an den anstehenden Änderungen des Wettspielsystems der Mannschaftswettbewerbe (ab 2013) schuld ist, oder es sich nur um die Tat einzelner Golf-Funktionäre handelt, die die Gelegenheit nur nutzen wollen, um neue Strukturen durchzusetzen, kann ich aus der Ferne nicht beurteilen. Aber wenn dem nicht so wäre, würde mich das schon sehr wundern.

Fakt ist, dass DOSB dafür bekannt ist, seine olympischen Sportarten in eigene (regionale) Förderzentren zu bündeln. 
Und diese (Wenigen) Leistungszentren können im Golf nun mal nur bereits existierende Clubs sein, der Neubau neuer Anlagen wäre viel zu kostspielig und unrentabel. 
Somit kann/muss/wird der DGV seine Favoriten (u.a. St. Leon-Rot) ganz offiziell das Siegel "Olympiastützpunkt" und damit, neben dem elitären Image, weitere finanzielle Mittel zur Verfügung stellen. 
Und in genau diesen Clubs werden dann noch mehr gute Spieler, als ohnehin schon, unter dem Deckmantel der Förderung gelockt. Denn nur hier könnten sich die besten deutschen Spieler/-innen dem „olympischen“ Geist widmen und wappnen. 
Glaubt man. 
Das dabei der ohnehin schon  ungleiche Wettkampf zwischen den Clubs immer ungleicher wird, wird vom DGV wohl sogar billigend in Kauf genommen. Die guten und reichen Clubs bekommen noch mehr Geld und gute Spieler quasi auf dem Silbertablett geliefert, während die kleinen Clubs dann irgendwann ganz ihre sportlichen Ambitionen begraben werden müssen.

Ich weiß nicht, ob dieser Weg der Richtige ist. 
Ich halte ihn für falsch und hoffe, dass ich mich mit meiner Einschätzung gewaltig irre und der Wettbewerb und die Chancengleichheit des Olympischen Grundgedankens erhalten bleiben. Alleine der Glauben daran fehlt mir, denn money makes the world go round… 

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