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Montag, 1. Dezember 2014

Wenn Menschen beschließen etwas zu verändern

...woran denken sie dabei zuerst? 
Richtig, in aller Regel an sich und den eigenen Nutzen. Und diese These haben jetzt die deutschen Golfclubs eindrucksvoll wieder unter Beweis gestellt. Auf der DGV Tagung in Frankfurt. Dabei ging es dort u.a. darum, neue Golfergruppen werblich anzusprechen und mit Hilfe einr Werbekampagne für den Sport zu gewinnen.  
Dreimal dürft ihr raten, wer da als Zielgruppe definiert wurde. Ihr wollt nicht raten? Okay, dann hier die Auflösung. Und bevor ich es vergesse: Die Kampagne soll einen Wert von 4,9 Mio. € haben und von 2015 an für Aufmerksamkeit und neue Golfer sorgen.

Freitag, 15. August 2014

Was muss noch passieren

Wenn man die Entwicklungen und Stimmen in den letzten Jahren so hört, muss man sich ernsthafte Sorgen um den Golfsport machen. Und das wohl nicht nur in Deutschland, sondern auch und gerade in den USA.

Dienstag, 24. Juni 2014

Wertschätzung

In Zeiten einer Fußball-WM zählt in Deutschland nur eine Sache: Die Fußballnationalmannschaft. Das wissen inzwischen auch die Politiker zu schätzen, die alle zwei Jahre bei großen Turnieren relativ unbemerkt Dinge beschließen können. Doch um Politik soll es hier nicht gehen. Oder im weiteten Sinne dann irgendwie doch, nämlich um Sportpolitik.

Freitag, 5. Oktober 2012

Immer noch unfassbar - Ryder Cup 2012



Unglaublich. 
Die ganze Golfwelt spricht immer noch davon. Egal wen man fragt, jeder hat die Bilder immer noch vor Augen. Diesen unvergleichlichen Moment, als schier unmögliches möglich wurde. Als Europa wirklich mal eine Einheit und nicht nur ein Lippenbekenntnis von Staatsmännern und –frauen.  Keine Interessengemeinschaft von Schuldnern, sondern eine Masse an Menschen, die über Grenzen hinweg nur eines wollten: 
Den (gemeinsamen) Sieg!

Einen Sieg, der ob der Übermacht des Kontrahenten undenkbar schien.
Einen Sieg, in einer Sportart, die viele sonst eher nur am Rande wahrnahmen. Von denen einige inzwischen sagen, dass sie es auch mal probieren wollen, mit dem Golf. Bei Twitter haben viele der Menschen denen ich folge Ryder Cup geguckt und viele waren geflasht und mit einigen werde ich demnächst, für einige zum ersten Male in ihrem Leben, auf die Range gehen, damit sie auch mal den kleinen weißen Ball schlagen. So sie ihn den treffen.  Und ich bin mir sicher: Treffen sie ihn, werden sie wieder kommen wollen. 
So wie wir alle, die wir inzwischen mit viel Herzblut diesen Sport ausüben, über den viele immer noch sagen, es wäre gar kein Sport....->

Montag, 27. August 2012

Holographischer Unsinn

Normalerweise gebe ich meinen Posts ja doppeldeutige Namen. Ich mag das irgendwie.
Heute aber mal nicht, denn der Titel ist genauso gemeint wie er da steht.
Heute dreht es sich nämlich um holographischen Unsinn.
Genauer gesagt um die kleinen Hologramme, die (fast) jeder von uns mittlerweile auf seine Mitgliedskarte findet.
Gleich mal vorweg: Wer ein solches nicht hat, den bedaure ich schonmal im Voraus. Er outet sich damit nämlich als Sparfuchs, als Geizhals, als jemand, der den Sport kaputt macht und nur auf seinen eigenen Vorteil bedacht ist. Und vermutlich steckt er auch hinter Hurricans, Hungerkatastrophen und dem Niedergang der FDP. Wobei man über die Sinnhaftigkeit von letzterem sicher streiten kann.
Aber zurück zum Thema.


Nachdem ich mich vor kurzem entschlossen hatte, meinem Heimatclub auch tatsächlich beizutreten stellte sich ob der Auswahl an Mitgliedschaftsmodellen die Frage, was ich denn nun brauche.
Die Frage war schnell beantwortet, es wurde die "Limited-9-Mitgliedschaft". Weniger aus Kosten denn aus Zeitgründen. Ich könte ein Spielrecht über 18 Loch nicht wirklich so nutzen, dass es Sinn machen würde. Also wozu 600,-€ mehr im Jahr ausgeben als ohnehin schon? Eben.

Und so bekam ich auch nur zwei Wochen, nachdem ich mich angemeldet hatte meinen eigenen DGV-Ausweis. Mensch, war ich stolz!
Der war ganz grün und hatte ein kleines Hologramm an der Seite, worauf ein silbernes "R" zu sehen war. Damals maß ich dem ganzen nicht sonderlich viel Bedeutung bei, heute bin ich schlauer.

Denn mit dem "R" wurde ich ganz automatisch klassifiziert. Eingeteilt. Abgestempelt.

Zum ersten Ma bewusst wurde mir dies, als ich auswärts spielen wollte. Nachdem ich der nett lächelnden Dame am Counter meinen Ausweis überreicht hatte verlor diese zügig ihr lächeln und beschied mir, dass es für mich statt 20,- 25,-€ kosten würde. Und das auch nur, weil ich Gast eines Mitglieds war.
Aha.

Freitag, 13. Juli 2012

Golfst Du schon oder hast Du noch Sex?

Diese Frage ist exemplarisch für das Image des Golfsports hierzulande.
Dabei ist die Frage genauso klischeehaft, wie überholt, denn Golf ist schon lange kein Sport für alte Menschen mehr. Längst kein exklusives Hobby einer elitären Randgruppe.
Das belegen ja nicht nur aktuelle Studien, sondern auch die Blogserie "Alex, Nur Golf."
Aber auch diverse Freunde und Bekannte von mir, die ebenfalls mit Golfen angefangen haben oder gerade anfangen, so wie meine beiden Töchter, 15 und 12....

Golf ist, auch entgegen anders lautenden Gerüchten, immer noch ein Sport, denn wer behauptet, es sei kein Sport, hat noch nie eine Runde Golf absolviert. Auch wenn mein Coach Billy immer sagt: "Wenn man dabei rauchen, essen und trinken kann, kann das kein Sport sein"
Es ist aber Sport.
Mental und physisch.
 Wer es nicht glaubt, probiert es mal aus.

Freitag, 6. Juli 2012

Nur Golf on Tour – Arnold Palmer Platz

Im Laufe eines Golferlebens bekommt man einige Golfplätze zu sehen.
Darunter sind nicht immer nur Perlen der Golfplatzarchitektur, aber hin und wieder schon, so wie im März der Victoria Course an der Algarve.
Vor allem, wenn man so wie ich, häufiger eingeladen wird. Da bekommt man dann auch mal echte Highlights zu sehen. Und über die werde ich in den nächsten Wochen mal etwas mehr schreiben.
Den Anfang macht der Arnold Palmer Platz im Resort a-rosa Scharmützelsee . Der Palmer ist ein 18-Loch Meisterschaftsplatz und gilt nach wie vor als einer der schönsten Plätze Deutschlands. Auch deshalb (und weil auf dem Faldo im gleichen Ressort die Herren spielen können) finden dort die deutschen Mannschaftsmeisterschaften der Damen statt. Dieses Jahr allerdings auf Grund des sich ab 2013 ändernden Modus zum letzten Mal. Wer also Zeit hat, sollte sich den Platz und die besten deutschen Golferinnen vom 02.08 bis 05.08 einmal live anschauen. Ich werde auch dabei sein.

Die herausragenden Merkmale des Palmer-Platzes sind teilweise extrem große Grüns, abwechslungsreiche Spielbahnen und großer Baumbestand entlang der Fairways. Damit entspricht der Platz eindeutig amerikanischen Standards. 
Jake McEwan,der Headgreenkeeper über den Platz:
“Dieser Platz ist der Schönste aller vier Plätze des Sporting Club Berlin. Angelegt in einem wunderschönen Waldgelände, werden alle Fairways von Bäumen wie eine Allee eingerahmt. Der ganze Aufbau des Platzes, zusammen mit Palmer’s subtiler Formgebung, bietet eine sehr angenehme Golf-Erfahrung, auch für weniger geübte Spieler.“

Donnerstag, 7. Juni 2012

Das ist ja auch viel leichter!

Wer sich auf den Golfplätzen hierzulande tummelt und nicht gerade Scratch-Spieler ist, dem sind viele Plätze ein Stück zu lang. Viele Hobbygolfer wünschen sich doch insgeheim, dass ihr Heimatplatz kürzer wird, damit das 410 Meter lange Par 4 vielleicht auch für sie mal zu einem realistischen Par 4 und nicht eher ein Par 5 für sie wird.
Aber wir wären keine Männer wenn wir das zugeben würden, oder?
Nicht umsonst hört man Sprüche wie:
"Die Frauen haben es gut. Von Rot würde ich auch mal abschlagen!"
Und viele Frauen (meine auch...) bekommen vom Gatten zu hören: 
„Für euch ist der Platz ja auch viellllll einfacher. Ihr habt ja 850 Meter weniger!“  

So wie der Platz bei uns in Gatow.

Ich weiß nicht, wie viele Frauen die Sprüche nerven. 
Ich denke, einige. Dabei sagt ein Freund immer:
"Das Spiel heißt nicht wie lang, sondern wie oft!"
Und natürlich hat er Recht, aber die meisten Männer sind schon von Hause aus auf Länge fixiert...

Freitag, 16. März 2012

Weiterentwicklung des Wettkampfsystems

Ich hatte an dieser Stelle ja schon zweimal Stellung zurÄnderung des Wettspielsystems durch den DGV bezogen und dabei u.a. moniert, dass das neue System den „Kleinen“ Clubs sicherlich nicht helfen wird. Und das man den sportlich attraktiveren Matchplay Modus zu Gunsten des Zählspiels opfert, obwohl das meiner Meinung nach nicht zwingend notwendig gewesen wäre.
Jetzt kann man sich die Wettkampfsystembroschüre2013 des DGV downloaden oder im Internet ansehen und sehen, was genau sich für wen ändert.


Auszug aus der Broschüre
Der Spitzensport ist kulturhistorisch in der Gesellschaft der Bundesrepublik Deutschland fest verankert. Er symbolisiert insbesondere die Werte Leistung, Konkurrenz und Chancengleichheit. Auch im Golf sind Höchstleistung und das Streben nach sportlichem Erfolg die herausragenden und Image prägenden Merkmale. Das Hervorbringen von Spitzensportlern/- innen im Golf ist ein Beitrag zur Pflege des Leistungsgedankens in unserer Gesellschaft. Der leistungssportliche Erfolg und das Erreichen individueller leistungssportlicher Ziele beruhen auf dem Zusammenspiel von Wettkampf, Training und Förderung… 
Seit geraumer Zeit machen sich die Gremien des DGV entsprechend ihrem Auftrag Gedanken darüber, ob und auf welche Weise das Wettkampfsystem, gemessen an internationalen Standards, weiter entwickelt werden muss. Bei Mannschafts-wettbewerben ist der pyramidale Aufbau mit Aufstiegs- und Abstiegsmöglichkeiten über mehrere Spieltage hinweg, was charakteristisch für leistungsfördernde Wettkampfsysteme ist.  Zudem werden in einer Einzelsportart mit Mannschaftsligensystem im Wettbewerbsprofil sowohl Mannschafts- als auch Einzelleistungen erfassbar gemacht und in Tabellen und Ranglisten dargestellt. In anderen Sportarten finden wir seit Jahrzehnten entsprechende Strukturen vor….Ziel ist eine Stärkung der nationalen Wettspielkultur im Sinne von erhöhter Attraktivität und besserer Qualität der Wettbewerbe, stringenter Kontinuität im Aufbau, tieferer Präsenz in der nationalen Sportwelt und klarerer Transparenz für die golfspielende und interessierte Öffentlichkeit sowie für Sponsoren.

Damit entstehen nach DGV-Aussagen „..die Spielergenerationen, mit denen sich dann zielkonforme internationale Erfolge generieren lassen, wie die erfolgreiche Teilnahme an Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen, die Teilnahme deutscher Spieler/innen beim Solheim Cup, Ryder Cup und auf den Major-Touren.

Ted Long Head Coach Golfclub Mannheim - Viernheim äußerte sich bei FB zu dem Thema wie folgt (Zitat FB):
Derjenige der diesen Paragraph geschrieben hat, hat mehr Ahnung von Handball als Golf. Diese Bowlingliga ist nichts mehr als ein Marketinggag um Geld von Sponsoren zu erwirtschaften. Ich habe bis jetzt keinen einzigen Spieler getroffen der dafür ist! …Es fehlt nur Stableford!! Hut ab:)“

Der neue Spielmodus
In allen Ligen spielen jeweils 5 Mannschaften mit 8 (bei den Damen 6) Spieler(-innen) auf den jeweiligen Plätzen der 5 beteiligten Mannschaften. Daraus ergeben sich vier Auswärtsspiele und ein Heimspiel. In der 1. und 2. Bundesliga werden zunächst 4 (Damen 3) klassische Vierer und anschließend 8 (Damen 6) Einzel als Zählspiel über jeweils 18 Löcher an einem Tag gespielt. Ab den Regionalligen werden 8 (Damen 6) Einzel Zählspiel über 18 Löcher an einem Tag gespielt. Der Spieltag ist dabei jeweils ein Sonntag.

Mannschaftswertung (Damen)
In der 1. und 2. Bundesliga werden von den 9 Ergebnissen aus 3 Vierern und 6 Einzeln die besten 7 Ergebnisse gewertet (2 Streichergebnisse). In den Regional- und Oberligen werden die besten 5 Einzelergebnisse aus 6 Ergebnissen der jeweiligen Mannschaft gewertet (1 Streichergebnis).

Punktevergabe
Die Siegermannschaft eines Spieltages erhält 5 Punkte, die zweitplatzierte 4 Punkte, die drittplatzierte 3 Punkte, die viertplatzierte 2 Punkte und die fünftplatzierte 1 Punkt. Die Gesamtpunktzahl nach dem letzten Spieltag entscheidet über die Platzierung in der Ligaabschlusstabelle. In der 1. Bundesliga wird nach Abschluss der 5 Ligaspiele in einem Finale der Deutsche Mannschaftsmeister ermittelt. Bis zur Regionalliga steigt am Ende der Saison pro Gruppe eine Mannschaft auf und zwei Mannschaften ab. Ab der Oberliga steigt eine Mannschaft pro Ligagruppe auf und eine Mannschaft in eine Regionengruppenliga der Landesgolfverbände ab.

Ligaeinteilung Damen



Ted Long dazu ebenfalls auf FB (01.03.2012): 
Es liegt im Bereich des Möglichen beziehungsweise ist sehr wahrscheinlich, dass ein Team die Liga gewinnt, welches nicht am wenigsten Schläge gebraucht hat! Derjenige der das entworfen hat, soll sich bei der PGA Tour melden, scheinbar machen sie es ganz falsch!!“

Ich sehe das etwas anders. 
Wenn schon fünf Spieltage, dann in der Tat mit einem Punktesystem für die besten Teams pro Spieltag. Wie will man sonst die unterschiedlichen Wetter und Platzbedingungen bewerten? Noch mehr CSA, CR etc ? 
Sonst müsste man sich u.a. im Fußball generell mal überlegen, ob einzelne Spieler (nach ihren Gehältern?) ebenfalls eine Vorgabe kriegen, die dann in die Ergebnisse mit einberechnet wird. 

Am Ende ist das Punktesystem der sportlich fairste Weg, da an fünf Spieltagen auf fünf verschiedenen Plätzen mit fünf verschiedene Bedingungen jedes Mal Bedingungen herrschen, die man nicht vergleichen kann. 
Und da jeweils immer alle fünf Teams vor Ort sind und spielen , ist das der einzig gangbare Weg ohne demnächst ein Mathestudium zu benötigen, zumindest, wenn man die Mannschaftswertungen verfolgen will.
So wird in jedem Ligabetrieb gewertet. Und das aus guten Gründen. So kann man auch eher Sponsoren anlocken, die das Punktesystem auch verstehen.
Wenn der Golfsport wieder irgend ein Extrading abzieht und irgendwas macht, was keiner (außerhalb des Sportes) versteht, hätte man genau das Gegenteil von dem erreicht, was man wohl hoffentlich erreichen will. Man würde wieder den Stempel "Elitärer Sport" fördern. Und das kann es beim allerbesten Willen nicht sein.
Mit dem Punktesystem wir am Ende nicht der Klub Meister der die meisten Tore geschossen hat, sondern der, der die meisten Punkte geholt hat.
Und das verstehe dann sogar ich.
Auch wenn ich die Aufgabe des Matchplay Modus nicht verstanden habe.
 
Alle Infos und die aktuelle Wettkampfbroschüre des DGV gibtes hier als PDF zum Download.

Nur Golf jetzt auch bei:

 

Freitag, 24. Februar 2012

Golf, Olympia und alles auf Neufang

Golf wird ja 2016 wieder olympisch
Und damit einher gehen auch Änderungen im System des DGVs. 
Stützpunktförderung und strukturelle Anpassungen, u.a. die Änderung des Wettspielsystems im Mannschaftsbereich.

Aktuell werden die Mannschaftswettbewerbe an einem einzigen Wochenende und im Match Pplay-Modus ausgetragen. Jetzt kann man sagen, dass sei ungerecht, weil stark Tagesform abhängig.
Andererseits ist genau dieses Match Play das was beim Ryder-Cup hunderte Millionen von Zuschauern begeistert und dieses Wochenende bei den WGC Accenture Match Play Championchip, wie jedes Jahr, für Aufsehen sorgt. Wenn die PGA und die European Tour könnten, würden sie wohl die meisten Turniere auf Match Play umstellen, denn diese Wettbewerbsform ist deutlich spannender und lässt sich auch viel besser übertragen und vermarkten. Match Play ist eben ein Pokalwettbewerb mit dem altbewährten KO-System.
Siegen oder Fliegen.
Und er zwingt die Spieler zu Höchstleistungen wie man in diesem Video von den Matchplay Championchips sehr schön sehen kann (klick mich).
Dieses Jahr steht Martin Kaymer erneut unter den besten 16 Spielern. Wir wollen mal dei Daumen drücken, dass er am WE auch noch dabei sein wird!

Back zum Thema
Bisher ist es beim DGV Ligen so, dass alle Ligen (von der 1. Bundesliga bis zur Landesliga) an einem (in der Bundesliga bis zu 4 Wettspieltage langem) Wochenende ihre Meister, Auf- und Absteiger ermitteln. Und grundsätzlich spielen alle im spannenden und von den (meisten) Spielern geliebten Match Play Modus.

Jetzt aber sagt der DGV er müsse das ändern, weil ja Golf jetzt Olympia und DSOB und so.
Man müsse ein echten Ligabetrieb etablieren.
In der Bundesliga ist es 2012 zum letzten Mal so, das an dem Donnerstag die Spielerinnen im Zählspiel eine Mannschaftsrangliste erspielen. Auf Basis dieser 8er Setzliste treten die 8 Mannschaften ab Freitag im KO-System (Einzel- und Matchplay) gegeneinander an. 
Dabei spielen die Teams in der am Donnerstag erspielten Setzliste, also 1 - 8, 2 - 7, 3 -6,  4 - 5. Eine Partie sind jeweils drei Vierer und 6 Einzel. Die Sieger spielen dann die Halbfinals (Samstag) und die Finalisten (Sonntags) aus, während die Verlierer der ersten Runde in einer Abstiegsrunde am Samstag die beiden Absteiger ermitteln. 
Gerade Match Play hat häufig dafür gesorgt, dass auch die Außenseiter gewinnen konnten. Und das vermeidlich „große“ Clubs empfindliche Niederlagen einstecken mussten, so wie die Damen des Golf- und Land-Club Berlin-Wannsee e.V., die 2011 als Titelverteidigerinnen antretend, am Ende in Liga 2 absteigen mussten. 
Obwohl man rein von den Handicap-Vorgaben der Spielerinnen einer der Top-Favoriten war. 

Das Fokussieren auf ein einziges Wettspiel-Wochenende ermöglichte den kleinen Clubs eine Teilnahme, denn die Kosten für ein Wochenende sind andere, als für 5 Wochenenden. 
Aber das alles wird jetzt unter dem Vorwand "Olympia" vom DGV geändert. 
Die Mannschafts-Wettbewerbe werden ab 2013 nicht mehr an einem Wochenende ausgetragen, sondern es wird einen Ligawettbewerb geben, in dem jeweils (im Beispiel Bundesliga) fünf Mannschaften in einer Staffel (jeweils Nord und Süd) an 5 Spieltagen (jede Mannschaft ist einmal Gastgeber und muss viermal reisen) gegeneinander im Zählspiel antreten.  Und nur im Zählspiel.
Sportlich wird das ganze wahrscheinlich sogar etwas fairer, weil man den Faktor Tagesform besser kontrollieren kann. Aber es wird auch eindeutig weniger spannend.

Der Wettbewerbsmodus Matchplay, der gerade schwächeren Mannschaften eine Chance bot, wird komplett eliminiert. 

Das System wird wirtschaftlich und auch zeitlich deutlich aufwendiger für die Clubs, denn das bedeutet zukünftig viermal Reisekosten, da man ja vier Auswärtsspiele (und ein Heimspiel) ausrichten muss. Das Ganze wird für die kleinen Clubs eigentlich nicht mehr zu bezahlen sein. Wer Erster oder Zweiter in seiner Gruppe wird, muss/darf dann noch zum Finale. OK, das spielt jeder gerne. Aber das kostet auch nochmals Zeit und Geld.

Ich finde diese Systemumstellung schade, weil unnötig, denn gerade der Match Play (siehe Ryder Cup) und Wettkampfmodus war immer besonders spannend. Die Spieler sind ohnehin als Individualsportler ständig in irgendwelchen Wettkämpfen (30 Turniere pro Jahr und mehr) am Start und müssen das eigentlich nicht auch noch zusätzlich im Teamwettbwerb sein. 
Die Clubs, die jetzt deutlich höhere Budgets für ihre Mannschaften aufbringen müssen, werden sich überlegen müssen, ob sie überhaupt noch leistungsstarke Mannschaften aufstellen wollen und können.

Am Ende wird es in ein paar Jahren darauf hinauslaufen, dass die Clubs, die ohnehin viel Geld haben, auch alle Bundesligaplätze belegen und die besten Spieler/-innen bei ihnen aufteen. Der Spitzensport wird auf wenige Stützpunkte fokussiert, während der breiten Masse in den Vereinen die Vorbilder entzogen werden. 
Das finde ich sehr bedenkenswert, gerade auch im Sinne Olympias:
"Dabei sein ist alles!"



Nur Golf natürlich auch bei

Montag, 13. Februar 2012

Alles neu macht der Mai

2016 wird Golf nach 112 Jahren endlich wieder olympisch. Der letzte Olympiasieger im Golf hieß wie?
Richtig, Georg Lyon, ein Kanadier. Teamsieger wurde 1904 die USA. Die Damen traten sogar 1900 das einzige und letzte Mal bei Olympia zum Wettbewerb an. Einzige Siegerin bisher ist die US Amerikanerin Margaret Ives Abbott  
Seitdem gab es bei keiner Olympiade Golf. 2016 in Rio dann aber endlich wieder. Warum nicht schon 2012 in London (also auf der Insel, wo es zig tausende von Plätzen gibt) kann ich nicht beurteilen.
Aber wie immer zeigt eine Ursache (Golf wird Olympisch) auch Wirkung. 
Im Falle unseres Lieblingssports sogar gleich mehrere.

Positiv ist, dass unserer Lieblings-Sport in dieser Zeit, wie fast alle anderen (Rand-)Sportarten auch, mal in den Fokus der ganz breiten Öffentlichkeit gerückt wird, vor allem, wenn unser Martin am Start und einigermaßen erfolgreich sein sollte.  
Hoffe ich zumindest, aber es bleibt abzuwarten was die Öffis am Ende wirklich übertragen...


Und endlich kommt auch der DGV in den Genuss der Sportförderung durch den Deutschen Olympische Sport Bund DOSB
Diese Förderung ist, natürlich und wie in den anderen (Rand-)Sportarten auch, stark erfolgsabhängig und wird an verschiedenste Vorgaben geknüpft. Und wie in den anderen Sportarten auch, hängt daran aber nicht nur das liebe Geld (Ursache), sondern auch die eine oder andere strukturelle Neuausrichtung  (Wirkung). 
Sagt man. Auf Seiten des DGV. 
Ob wirklich der DOSB an den anstehenden Änderungen des Wettspielsystems der Mannschaftswettbewerbe (ab 2013) schuld ist, oder es sich nur um die Tat einzelner Golf-Funktionäre handelt, die die Gelegenheit nur nutzen wollen, um neue Strukturen durchzusetzen, kann ich aus der Ferne nicht beurteilen. Aber wenn dem nicht so wäre, würde mich das schon sehr wundern.

Fakt ist, dass DOSB dafür bekannt ist, seine olympischen Sportarten in eigene (regionale) Förderzentren zu bündeln. 
Und diese (Wenigen) Leistungszentren können im Golf nun mal nur bereits existierende Clubs sein, der Neubau neuer Anlagen wäre viel zu kostspielig und unrentabel. 
Somit kann/muss/wird der DGV seine Favoriten (u.a. St. Leon-Rot) ganz offiziell das Siegel "Olympiastützpunkt" und damit, neben dem elitären Image, weitere finanzielle Mittel zur Verfügung stellen. 
Und in genau diesen Clubs werden dann noch mehr gute Spieler, als ohnehin schon, unter dem Deckmantel der Förderung gelockt. Denn nur hier könnten sich die besten deutschen Spieler/-innen dem „olympischen“ Geist widmen und wappnen. 
Glaubt man. 
Das dabei der ohnehin schon  ungleiche Wettkampf zwischen den Clubs immer ungleicher wird, wird vom DGV wohl sogar billigend in Kauf genommen. Die guten und reichen Clubs bekommen noch mehr Geld und gute Spieler quasi auf dem Silbertablett geliefert, während die kleinen Clubs dann irgendwann ganz ihre sportlichen Ambitionen begraben werden müssen.

Ich weiß nicht, ob dieser Weg der Richtige ist. 
Ich halte ihn für falsch und hoffe, dass ich mich mit meiner Einschätzung gewaltig irre und der Wettbewerb und die Chancengleichheit des Olympischen Grundgedankens erhalten bleiben. Alleine der Glauben daran fehlt mir, denn money makes the world go round… 

Nur Golf jetzt auch bei: