Wer am Sonntag den Superbowl 49 in Glendale, Arizona gesehen hat, bekam einen Eindruck davon, wie wichtig
Coaching ist. Und wie spielentscheidend es sein kann. Wer es nicht gesehen hat: Sekunden vor Schluß lagen die Seattle Seahawks 24 - 28 gegen die New England
Patriots zurück. Der Ball lag aber bereits an der 1 Yd Linie der Patriots.
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Dienstag, 3. Februar 2015
Donnerstag, 12. September 2013
An meine Tasche lasse ich jeden
Jeder der mal Golf gesehen hat, kennt sie, diese Männer (und leider sehr
selten) Frauen, die die dicken, schweren Taschen der Golf-Spieler durch die Gegend
tragen und den Spielern scheinbar immer die richtigen Schläger reichen, die Entfernungen ansagen und die Schläger nach dem Schlag wieder reinigen.
Montag, 11. Februar 2013
Erwartungshaltungen
Vor jedem Turnier werden in Amerika immer die Favoriten von so genannten TV-Experten genannt. Das auch sportartenübergreifend.
Allerdings ist diese Frage im Golf, wo 140 mehr oder
weniger gleichwertige Spieler bei jedem Turnier antreten, eher schwieriger zu beantworten als bei einem Spiel zweier Mannschaften. Klar
gibt es Namen, die man immer nennen kann, wenn sie dabei sind.
Ob McIlroy oder
Woods. Wenn die beiden am Start sind, werden sie immer auch zu den Favoriten
gezählt.->
Montag, 28. Januar 2013
Nebel, schlechte Grüns und am Ende gewinnt doch wieder der Tiger
Manchmal ist Golf ganz einfach. Lass Tiger Woods mitspielen und Du kennst den Sieger. Dieses unumstößliche Golfgesetz galt zehn Jahre lang, doch seit einigen Jahren eben nicht mehr. Normalerweise. Doch für die Farmer InsuranceOpen in Torrey Pines gilt dieses Gesetz immer noch. Der Tiger schickt sich auch dieses Jahr an, dieses Turnier zu gewinnen.
Sonntag, 20. Januar 2013
Neues Jahr, neues Spiel
Wer von euch hat für 2013 nicht wieder neue Vorsätze für das kommende
Jahr?
Die einen nehmen sich vor, weniger zu Rauchen, die nächsten
wollen damit anfangen. Wieder andere wollen dies, machen dann am Ende aber doch
nur das. ->
Dienstag, 25. September 2012
Der Medinha Country Club
Jeder Wettkampf ist auch immer nur so gut, wie die
Wettkampfstätte es zulässt. Gerade wir Golfer kennen das doch. Es gibt Plätze,
die verdienen den Namen Wiese nicht einmal und dann gibt es Plätze, die sind
einfach nur traumhaft. Und dann gibt es diese legendären Plätze, auf denen zu
spielen wir alle von träumen. Sei es Pebble Beach oder Augusta in den USA oder
St. Andrews. Plätze die Legende sind.
Und dann gibt es diese Plätze, die "Tour-Erfahrungen" haben, aber erst durch die Austragung
des Ryder Cups zur Legende werden (wollen), so wie Celtic Manor vor zwei Jahren.
![]() |
| Ryder Cup ist immer etwas besonderes - 2010 Celtic Manor |
Damals, als in einer unglaublich spannenden Regenschlacht jeden
Tag mehrere zehntausende Fans den Platz bzw. seine Ränder in eine Schlammwüste verwandelten,
aber niemand, wirklich niemand nach Hause ging, sondern bis tief in die Nacht
den des europäischen Teams Sieg feierten. Und zu diesen Plätzen mit viel Tradition gehört wohl auch so schon der Medinah Country Club, Illinois und vor allem sein Meisterschaftsplatz, Course #3.
Donnerstag, 20. September 2012
Das FedEx Cup Finale
hat heute begonnen. Ich freue mich schon sehr auf dieses Weltklasseturnier, dass jedes Jahr ein echtes Highlight ist. Allerdings bin ich auch und gerade in Hinblick auf den Ryder Cup gespannt.
Natürlich geht es beim Tour Championship im East Lake Golfclub von Atlanta, nicht nur um die 1,44 Mio US$ Siegprämie, sondern auch um den Gesamtsieg in der 6ten Auflage des FedExCup, bei dem alleine der Sieger einen 10 Mio. US$ Bonus erhält.
Wobei der Sieger seine 10 Mio US $ genauso wenig direkt und in Bar erhält, wie der Zweitplatzierte der Wertung seine 3 Mio US$, der Dritte seine 2 Mio. US$ bis hin zum 144te mit immerhin noch 30.000 US$. Die Prämie wird in einen Pensionsfonds eingezahlt und erst nach dem Karriereende, frühestens aber wenn der Spieler 45 Jahre alt ist, ausgezahlt.
Freitag, 30. März 2012
Aus gegebenem Anlass
Es gibt diese Orte, die nicht älter, sondern nur noch berühmter und ruhmreicher werden.
Wembley kennt jeder Fußballfan. Wimbledon ist das Mekka des Tennissports und St. Andrews in Schottland "The Home of Golf". Sportstätten, die zu betreten jeder Sportler träumt. Dort zu gewinnen aber nur ganz wenigen vergönnt ist. Oft entstehen bei diesen Siegen Mythen und Helden. Bei normalen Turnieren feiert man den Sieger, hier verehrt man sie. Dazu gehören im Golf die 4 Majorturniere.
Die PGA Championship und die US Open mit ihren jährlich wechselnden Plätzen haben aber nicht den Glanz, den The Open (British Open) oder das Masters in Augusta ausstrahlen.
The Open sind einfach The Open und quasi der Olymp des Golfsports in seiner ursprünglichen, britischen Art. Danach aber kommt direkt, und das wohl für jeden Golfer, das Masters in Augusta.
The Open sind einfach The Open und quasi der Olymp des Golfsports in seiner ursprünglichen, britischen Art. Danach aber kommt direkt, und das wohl für jeden Golfer, das Masters in Augusta.
Augusta ist kein Ort an dem man Ferien machen würde
Dafür spielt man dort aber immer am ersten Aprilsonntag die Finalrunde des Masters. Und das bereits seit 1934 auf einem, wenn nicht gar mittlerweile dem schönsten Golfplatz der Welt. Seine Länge von inzwischen 7435 Yards bei Par 72 ist nicht die Herausforderung, es sind die 18 Bahnen
und insbesondere Amens Corner, die wohl berühmtesten drei Golfbahnen der Welt. Die Bahnen 11, 12 und 13. Dort entscheidet sich das Masters. Gewinnen kann man es da noch nicht, aber verlieren. Und dort finden sich auch immer wieder die größten Zuschauermassen. Und die gibt es in Augusta reichlich. Und das obwohl es keine Sportveranstaltung gibt, für die man schwerer an Tickets kommt. Wer ein Ticket ergattert hat, gibt es auch nicht freiwillig wieder her und die 2000 eröffnete Warteliste wurde bereits 2002 wieder geschlossen und ist seitdem nicht mehr aufgemacht worden. Sprich, man kann sich gar nicht um reguläre Tickets bewerben. Auch das ist ein Grund für den Mythos Masters und den
Augusta National Golf Club, ein Ort an dem Helden geboren werden
und insbesondere Amens Corner, die wohl berühmtesten drei Golfbahnen der Welt. Die Bahnen 11, 12 und 13. Dort entscheidet sich das Masters. Gewinnen kann man es da noch nicht, aber verlieren. Und dort finden sich auch immer wieder die größten Zuschauermassen. Und die gibt es in Augusta reichlich. Und das obwohl es keine Sportveranstaltung gibt, für die man schwerer an Tickets kommt. Wer ein Ticket ergattert hat, gibt es auch nicht freiwillig wieder her und die 2000 eröffnete Warteliste wurde bereits 2002 wieder geschlossen und ist seitdem nicht mehr aufgemacht worden. Sprich, man kann sich gar nicht um reguläre Tickets bewerben. Auch das ist ein Grund für den Mythos Masters und den
Augusta National Golf Club, ein Ort an dem Helden geboren werden
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| Von so einer Einladung träumt jeder Golfer. |
In Augusta hat jede Bahn einen eigenen Namen (Platzbeschreibung auf spox.com)
Ich bekomme schon beim Schreiben dieser Zeilen Gänsehaut, wenn ich nur an die Bilder denke, wenn jeder Spieler in Augusta auf Bahn 1 - Tea Olive, Par 4 mit 455 Yards und historisch gesehen die 6 schwerste Bahn des Courses - vorgestellt und begrüßt wird.
Augusta ist das Turnier für die ganz besonderen Momente
Es ist nur einer von unzähligen Momenten und Mythen.
Ein Schlag von von vielen, die bisher schon in die Golfgeschichte eingegangen sind. Ich sehe das immer und immer wieder gerne.
Was sich am Finaltag 2010 an der 13ten Bahn (Azalea), ein Par 5 mit 510 Yards, abspielte ist einer dieser Augenblicke in dem Helden geboren werden. OK, Mickelson war vorher schon ein Held. An der 13 ist alles möglich ist. Man kann mit einem Birdie noch mal angreifen oder auch das Turnier komplett verlieren.
Mickelson verzog seinen Abschlag rechts in den Wald wo die ca. 1600 Azalen stehen, die der Bahn ihren Namen geben. Der Ball liegt so an einem Baum, das er für einen Linkshänder eigentlich nicht zu spielen ist. Er hat noch über 180 Meter bis zur Fahne die auf dem Grün kurz gesteckt ist und von einem Graben verteidigt wird. Sein Caddie rät ihm den Ball aufs Fairway zu spielen, um dann mit dem Dritten die Fahne zu attackieren. Mickelson wäre nicht Mickelson, wenn er das auch getan hätte. Er hatte eine andere Idee, denn er wollte das Masters gewinnen. Am Ende siegte Mickelson auch dank dieses Schlages, vor Lee Westwood und Anthony Kim.
Mickelson verzog seinen Abschlag rechts in den Wald wo die ca. 1600 Azalen stehen, die der Bahn ihren Namen geben. Der Ball liegt so an einem Baum, das er für einen Linkshänder eigentlich nicht zu spielen ist. Er hat noch über 180 Meter bis zur Fahne die auf dem Grün kurz gesteckt ist und von einem Graben verteidigt wird. Sein Caddie rät ihm den Ball aufs Fairway zu spielen, um dann mit dem Dritten die Fahne zu attackieren. Mickelson wäre nicht Mickelson, wenn er das auch getan hätte. Er hatte eine andere Idee, denn er wollte das Masters gewinnen. Am Ende siegte Mickelson auch dank dieses Schlages, vor Lee Westwood und Anthony Kim.
Aber das Masters sucht sich auch seine Opfer und Tragödien
So geschehen im letzten Jahr. Mit Rory McIlroy. Der damals 21 jährige Ire spielte wohl die bis dahin besten 54 Löcher seines Lebens und ließ der Konkurrenz keine Chance. Am Finaltag ging er mit -11 und damit 4 Schlägen Vorsprung auf die Zweitplatzierten an den Star. Nach 9 Bahnen lag er nur noch bei -10, aber immer noch einen Schlag in Führung.
Doch dann kam die 10. Und ein Fehlschlag, von dem sich McIlroy nie wieder an diesem Finaltag erholen konnte. Das Triple Bogey an der 10 brach ihm das Genick und er brauchte die zweiten 9 sagenhafte 43 Schlägen. Insgesamt verlor er am Ende 14 Schläge auf den Sieger Charles Schwartzel, der seinerseits eine unglaublich konstante und gute 66er Schlussrunde spielte und dem Druck bis zum Ende standhielt.
Das McIlroy an dieser Niederlage nicht zerbrach, sondern im Anschluss die US Open gewann und im Februar diesen Jahres sogar die Nummer 1 der Welt wurde, spricht für die Psyche, das Talent und den Sportler Rory McIlroy. Für mich ist er definitiv einer der heißesten Favoriten auf den Masters-Titel 2012!
Doch was macht Augusta so legendär?
Zum einen ist es der vom legendären Bobby Jones (dem besten Golfer seiner Zeit) 1931 nach seinen Idealvorstellungen erbaute Golfplatz. Hier alte Dokumente und Berichte zu und aus dieser Zeit.
Dazu kommt, dass das Masters das einzige Majorturnier ist das immer auf demselben Platz ausgetragen wird, dem Augusta National Golf Club, einem der exklusivsten Golfclubs überhaupt, der im Dezember 1932 gegründet wurde und bisher gerade mal, mit William Porter "Billy" Payne (seit 2006) seinen 6ten Präsidenten hat. 6 Präsidenten In 70 Jahren, wir haben den dritten Bundespräsidenten in 2 ...
Augusta ist Tradition pur.
Es gibt viele Gerüchte und Sagen um und über Augusta und den Golfclub.
So hat der Augusta National Golf Club angeblich nie mehr als 300 Mitglieder, die sich das Privileg dort Mitglied zu sein, irgendwo zwischen 25.000 US$ und 50.000 US$ jährlich kosten lassen.
Es gibt keine offiziellen Aufnahme- bzw. Bewerbungsprozess und es wird davon ausgegangen, dass die Mitgliedschaft nur durch eine Einladung von Seiten des Clubs zustande kommen kann. Die Legende besagt, dass man eine solche Einladung durch das kommentarlose Zusenden der Mitgliedsbeitragsrechnung erhält. Zahlt der Empfänger, so ist er aufgenommen, erhält aber nie ein offizielles Dokument darüber. Frauen dürfen als Gäste eines Mitglieds auf dem Golfplatz spielen und laut offizieller Verlautbarung gibt es auch keine clubinterne Regel, die die Aufnahme von Frauen verbietet, dennoch wurde bisher noch keine Frau tatsächlich eingeladen Mitglied zu werden.
Es gibt keine offiziellen Aufnahme- bzw. Bewerbungsprozess und es wird davon ausgegangen, dass die Mitgliedschaft nur durch eine Einladung von Seiten des Clubs zustande kommen kann. Die Legende besagt, dass man eine solche Einladung durch das kommentarlose Zusenden der Mitgliedsbeitragsrechnung erhält. Zahlt der Empfänger, so ist er aufgenommen, erhält aber nie ein offizielles Dokument darüber. Frauen dürfen als Gäste eines Mitglieds auf dem Golfplatz spielen und laut offizieller Verlautbarung gibt es auch keine clubinterne Regel, die die Aufnahme von Frauen verbietet, dennoch wurde bisher noch keine Frau tatsächlich eingeladen Mitglied zu werden.
Das beim Masters traditionell an den Gewinner verliehene Green Jacket führte man bereits 1937 ein. Die Idee war, dass die Clubmitglieder ihre Jacket während des Turniers tragen, damit die Zuschauer jederzeit sofort Ansprechpartner erkennen konnten, falls es Fragen gab. Seit 1949 erhält der Gewinner des Turniers, neben seinem Green Jacket, auch ein lebenslanges Teilnahmerecht am Masters. Neben dem Green Jacket erhält der Gewinner auch eine Goldmedaille und eine Replika des Clubhauses in Silber. Zusätzlich erwirbt er sich Spielberechtigungen für die kommenden fünf Jahren an den anderen drei Majors und den Players Championship, sowie eine fünfjährige Spielberechtigung für die US PGA Tour. Der Zweitplatzierte bekommt eine Silberplatte, eine Medaille. Der beste Amateur bekommt den Silver Cup, der zweitbeste die Silver Medal.
Es ist Tradition, dass der Gewinner des Vorjahres dem aktuellen Gewinner bei der Siegeszeremonie ins Jacket hilft. Deshalb zog sich Jack Nicklaus bei seiner erfolgreichen Titelverteidigung 1966 das Jacket auch selber an. Später übernahm bei Wiederholungssiegen (Faldo 89/90 und Woods 01/02) der Clubvorsitzende diese Aufgabe. Der Sieger darf sein maßgeschneidertes Sakko für ein Jahr mit nach Hause nehmen und danach wird es dann im Clubhaus verwahrt und steht ihm bei Besuchen jederzeit zur Verfügung.
Seit 1983 dürfen die Pros erst ihre eigenen Caddies mit nach Augusta bringen, davor wurden die Caddies vom Klub gestellt.
Seit 1983 dürfen die Pros erst ihre eigenen Caddies mit nach Augusta bringen, davor wurden die Caddies vom Klub gestellt.
Aber beim Masters ist auch die Stimmung inzwischen ein wesentlicher Bestandteil des Mythos.
Die Zuschauermassen an den vier Tagen sind unfassbar. Eine Groundticket für Augusta zu bekommen, ist schwerer als ein Ticket für den Superbowl zu ergattern. Teilweise sieht es um die Grüns herum aus, wie in Fußballstadien und auch deshalb gilt:
Augusta rockt!
Wer erfahren will, was ich meine, sollte ab Donnerstag unbedingt das Masters 2012 auf SKY oder sonstwo verfolgen!
Denn erklären kann man das eigentlich nicht…
Edith fragt mich gerade nach meinen Masters-Favoriten:
Ich denke, dass Tiger und McIlroy Topfavoriten sind, während Donald, Westwood, Scott und Mckelson große Aussenseiterchancen haben werden.
Edith sagt:
Wer das Msters nicht jeden Tag und immer verfolgen kann, sollte sich das entsprechende App holen.Für IPhone UND IPad (Klick mich), das Teil ist sensationell und kostenlos.
Denn erklären kann man das eigentlich nicht…
Edith fragt mich gerade nach meinen Masters-Favoriten:
Ich denke, dass Tiger und McIlroy Topfavoriten sind, während Donald, Westwood, Scott und Mckelson große Aussenseiterchancen haben werden.
Edith sagt:
Wer das Msters nicht jeden Tag und immer verfolgen kann, sollte sich das entsprechende App holen.Für IPhone UND IPad (Klick mich), das Teil ist sensationell und kostenlos.
Nur Golf bei:
Montag, 12. März 2012
Chip - Kurz mal hingespielt
Es gibt viele Ereignisse, die nimmt man nicht wahr, weil sie keinen Glanz haben oder keine Emotion transportieren. Und dann gibt es Ereignisse oder Personen, die mit ihrem Glanz alles überstrahlen, weil sie besonders sind.
Man kann über den Menschen Tiger Woods streiten, man kann sich über seine Eskapaden (im privaten!) Bereich aufregen oder man kann sich einfach an der Aura dieses Ausnahmesportlers erfreuen.
Ich weiß nicht, wie es Euch geht.
Ich habe Golf immer mal wieder verfolgt. Wenn die ARD (oder der NDR) mal wieder eine Zusammenfassung eines Turniers gezeigt haben. Damals. Mit den Superstars Jack Nicklaus, Arnold Palmer, Seve Ballesteros, Gary Player. Und ja, als Bernhard Langer das Masters gewann und als erster Mensch überhaupt die Nummer 1 der Weltrangliste wurde, fand ich das sehr spannend.
Seinen Schlag aus dem Baum 1981 bei den 1981 B&H International werde ich auch nie vergessen.
(ab 30 Sek. ca...)
Aber Golf war damals doch eher eine Randerscheinung. Hierzulande. Auch mangels deutscher Spitzengolfer.
In Deutschland bekam der Sport erst die nötige TV Präsenz, als ein gewisser Tiger Woods die Szene betrat und sich mit Premiere ein TV Sender fand, der die Bilder zu uns nach Hause brachte.
Aber mit Tiger kam auch etwas anders ins Spiel.
Geld. Viel Geld.
Konnten die Spieler früher schon verhältnismäßig gutes Geld verdienen, wurde es dank Tiger exorbitant viel Preisgeld. Die Veranstalter überboten sich quasi gegenseitig dabei, denn jeder wollte DIE Attraktion des Sports bei sich am Start sehen.
Und was macht man, wenn man etwas haben möchte? Man zahlt dafür. Und zwar reichlich. Dazu schnellten die Einschaltquoten in unglaubliche Höhen, wenn er am Start war. Und das brachte wiederum höchst dotierte TV Verträge mit sich.
Ein Kreislauf, der die Preisgelder schnell in den Mio US $ Bereich für Turniersiege ansteigen ließ.
Nicht, dass wir uns falsch verstehen, ich neide keinem diese Gewinnsummen. Warum auch? Wenn sie einem geboten werden, sollte man sie auch annehmen.
Dass die PGA dann, gemeinsam mit FedEx den FedEx Cup und seine insgesamt 25 Mio. Dollar Bonuspreisgelder ins Leben rief, hatte einen einzigen Grund: Man wollte Tiger dazu bewegen, auf der Tour möglichst oft zu spielen. Er ist der Stern, an dem sich alles ausrichtete.
Und er verdiente als erster Sportler bisher schon mehr als eine Milliarde Dollar.
Eine Milliarde! Das sind 1.000 Millionen!
Das ist unfassbar viel Geld. Im Vergleich zum (virtuellen) Vermögen eines Mark Zuckerbergs (der wird auf gut 25 Milliarden geschätzt) hingegen ist das eher mässig.
Aber dafür zahlt Tiger auch einen unfassbar hohen Preis.
Aber dafür zahlt Tiger auch einen unfassbar hohen Preis.
Er hat NULL Privatleben. Nullkommanull.
Er kann auf auf dieser Erde hinkommen, wohin er will. Er wird sofort erkannt.
Wäre er ein Normaler Golfer, hätte seine Scheidung uns nicht mal als Kurznachricht erreicht, seine Eskapaden hätten niemanden interessiert.
Aber er ist halt Tiger.
Der Tiger und den kostet die Scheidung aber Millionen Euros. Nicht nur an die Ex-gattin (man munkelt, 100 Mio) sondern auch an Sponsorengelder, weil sich einige zurückziehen, als ein Makel droht (aber wohl auch, weil sie selbst zu dem Zeitpunkt in wirtschaftlichen Schwierigkeiten steckten). Seine Scheidung und seine sportlichen Probleme rufen Neider auf den Plan, die das Ende der Ära Woods ausrufen und sich daran erfreuen ihn leiden zu sehen. Doch diese Neider haben etwas übersehen.
Tiger ist und bleibt Tiger.
Und die Faszination Tiger Woods ist und bleibt ungebrochen.
Im Gegenteil, man könnte meinen, dass er dadurch sogar noch beliebter und noch mehr Aufmerksamkeit genießt. Die Sender zeigen inzwischen lieber Tiger, wie er zu seinem Ball geht, als seine Kontrahenten, die vielleicht gerade um den Sieg spielen. Sie zeigen ihn, wie er verletzt ins Auto steigt und das erscheint der Regie (zu Recht) wichtiger, als das sportliche geschehen zeitgleich beim WGC, einem der wichtigsten Golfturniere.
Das sagt (fast) alles.
Wenn man sich dann die Zuschauermassen anschaut, die seinen Flights Woche für Woche folgen, kann man die Zuneigung der Menschen auch quantitativ ermessen. Kein Spieler hat mehr Menschen auf der Runde, selbst der unglaublich beliebte Phil Mickelson nicht.
Bei dem einen oder anderem ist die Schadenfreude, wenn er den Ball nicht trifft, hörbar. Aber die meisten Menschen sind einfach nur fasziniert, was der Mann alles mit der Kugel und einem Schläger veranstaltet. Wie er sich aus den schwierigsten Situationen heraus rettet. Wie er unglaubliche Dinge macht.
Wie er sich gerade neu erfindet und dabei versucht, sein Leben zu regeln und sein Spiel zu verbessern. Denn die Konkurrenz hat in den letzten 2 Jahren nicht geschlafen.
Ich weiß nicht, wie viele Menschen sich nach diesen unerfreulichen Ereignissen, auch auf dem Golfplatz, zurückgezogen hätten. Er nicht. Er geht da raus und stellt sich.
Dem Leben. Dem Spiel. Den Anschuldigungen eines prüden Amerikas.
All das trägt zum sich neu erfindenden Phänomen Tiger Woods genauso bei, wie seine inzwischen deutlich offenere Art mit den Leuten umzugehen und wie er sich auf dem Platz bewegt. Wie auch er arbeiten und kämpfen muss.
Ich weiß nicht, ob er jemals wieder diese Sportart dermaßen dominieren wird, wie im ersten Jahrzehnt dieses Jahrtausends. Ich weiß nicht mal, ob ich das gut finde, wenn er es täte.
Aber ich weiß, dass ich ihn immer noch (und eigentlich mehr denn je) unglaublich gerne spielen sehe, dass ein Turniersieg erst dann ein echter Sieg wird, wenn er am Start war und dass alle Spieler die jemals Preisgelder gewinnen, ihm einen Anteil davon abgeben müssten, denn ohne ihn wäre das alles deutlich kleiner.
Angepasster und viel langweiliger.
Wenn selbst meine Tochter (gerade mal 15, spielt selber nicht und guckt ganz selten Golf) und meine Frau (spielt und guckt öfter gezwungenermaßen mit mir) sagen, dass er der Allerbeste sei und sie ihn mit Abstand am liebsten spielen sehen, dann ist dem eigentlich nicht mehr viel hinzuzufügen.
Er hat den Glanz und diese Aura, die aus einem Star etwas ganz besonderes macht.
Er ist, was Donald, Kaymer oder selbst McIlroy wohl niemals sein werden.
Er ist eine Lichtgestalt.
Und daran hat auch seine Scheidung ihren (positiven) Anteil. Er ist dadurch (und seitdem) für uns Außenstehende menschlicher geworden. Und das war das einzige, was ihn früher gefehlt hatte. Er hat nämlich ein Makel.
Und das macht ihn unglaublich menschlich und sympathisch!
Nur Golf bei:
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