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Montag, 31. August 2015

Handicap und Zählspiel

Golf ist ja bekanntlich Kopfsache. Und das Handicap ist für viele Golfer, nach Haus, Auto, KInder, das vierte Element sich zu positionieren. Nicht viele Gespräche haben als erste Frage zur Folge "Welches Handicap hast du denn?" wenn sie hören, dass ich golfe. 
Meine Antwort lautet "Frau, zwei Kinder, ein haus, ein Pferd, einen Job".

Mittwoch, 15. Oktober 2014

Kein Leistungsdruck

Wir Golfer sind ja Kummer mit dem Sport und seinem Image gewohnt. Ständig heißt es: „Hast Du noch Sex oder golfst du schon?“, „So alt bist du schon?, „Viel zu teuer“, „Viel zu elitär“, „Viel zu langweilig“. Wer kennt sie nicht, die ganzen Sprüche der Nichtgolfer? Und ja, wir haben damit durchaus mit „hart erarbeiteten“ Vorurteilen zu kämpfen.

Montag, 28. Juli 2014

Reine Kopfsache

Das Spiel mit dem kleinen Ball ist echt komisch. Heißt es doch, dass Golf die zweitkomplizierteste Sportart in Sachen Bewegungsablauf, nach Stabhochsprung, sein soll. Und dass bei einem Golfschwung 124 von insgesamt 434 Muskeln bewegt und koordiniert werden. Und dennoch ist es am Ende immer wieder der Kopf der das Spiel entscheidet.

Montag, 2. September 2013

Clubmeisterschaften und ich war dabei

Bei uns im Club (Berliner Golfclub Gatow) war es bisher immer so, dass die Clubmeisterschaften am ersten Wochenende im September ausgetragen wurden,  und die Jungsenioren und Seniorenmeisterschaften an einem anderen Termin statfanden. Dass Handicap bei den Clubmeisterschaften liegt seit Jahren bei -18,4, während es bei den älteren Semestern irgendwo bei 24 liegt. 

Freitag, 30. November 2012

Es gibt keine realistische Vorgabe

Vorletzten Samstag hatten wir Mannschaftssitzung und Weihnachtsfeier. 
Jungsenioren.
Golf.
Vorher wurde gegolft - man, watt war das kalt - danach gab es vieles zu berichten und zu bereden. Wir sind eine relativ große Truppe, gefühlt gehört jeder Golfer über 35 in die Mannschaft und spielen zwei Ligen gleichzeitig.
Einmal die Trophy (Brutto) und dann die Challenge (Netto) mit verschiedenen Spielmodi.
Und nicht immer sind alle am Start. 
Wie gesagt, wir sind ein großer Haufen.

Freitag, 27. Juli 2012

Profigolfer sind auch nur Menschen

Am vergangenen Samstag war wieder einmal Monatsbecher in meinem Club. Bisher hatte ich irgendwie nie Zeit und daher war es auch mein erster Monatsbecher dieses Jahr. Und was soll ich sagen?
Wir hatten einen tollen Flight, wir hatten gutes Wetter und wir hatten viel Spaß....
Da alle vier Spieler/-innen meines Flights in der Nettoklasse 2 (Hdcp  -18 bis -36) unterwegs waren, war das spielerische Niveau ok und wir waren mit ca. 5 Stunden auch ganz ordentlich unterwegs. Obwohl so mancher Ball (bei mir leider auch einmal umsonst) gesucht und so mancher Fehlschlag ausführlicher bedauert wurde. Aber es gab auch so manche, wirklich gute Schläge und auch die wurden natürlich entsprechend gewürdigt, einige (wenige) sogar fast frenetisch gefeiert. Ich hatte, neben einem Chip-in vom Vorgrün aus zum Birdie an der 4 (einem Par 3) nicht wirklich viele gute Schläge. Die Eisen waren in Ordnung, aber meine Abschläge waren, wie so oft eher zu kurz. Das hatte vor allem den Grund, dass mir Sicherheit wichtiger als Länge war und ich deshalb fast alle Abschläge auch auf dem Fairway platzieren konnte. Die Annäherungen waren meinem Handicap angemessen, sprich mal so und mal so. Das ich nicht jedes Grün (eher fats keins...) in Regulation getroffen hatte, empfand ich nicht als schlimm, zu mal ich Chipen und Pitchen für mich inzwischen als Lieblingsschlag entdeckt habe. Im Gegenteil, es war auch bei einigen bahnen nie mein Ziel mit dem Zweiten das Grün zu erreichen (wenn es zu weit oder das Risiko zu groß schien).

Freitag, 22. Juni 2012

Handicap Handicap

Es gibt ja bekanntlich viele Menschen, denen ist Status wichtig. Nicht ohne Grund hat die Sparkassenwerbung „Mein Haus, mein Auto, mein Pferd“ so großartig funktioniert, dass sich dieser Spruch zum geflügelten Wort entwickelt hat. Andererseits sind wir Deutschen ein Volk, dass eher neidisch auf die Erfolge anderer ist und dabei gleich immer Verrat wittert.
Vielleicht ist das einer der Gründe, warum so wenig Deutsche golfen?
Schließlich geht es beim Golfen ja auch immer um Status. 
Um Haben und Sein.
Was hast Du für Schläger? 
Spielst Du auch schon den neuen Wunderdriver?
Und dann die alles (scheinbar) entscheidende Frage:
„Wie lang ist dein Pen…“ ähhh  „Was für ein Handicap hast Du?“

Ich weiß nicht, aber gefühlt ist das eigene Handicap inzwischen fast genauso wichtig, wie das Auto mit dem man auf dem Platz vor fährt. Status Symbol halt. Und wenn einer dann ein deutlich besseres Handicap hat, wird ehrfurchtsvoll Ehre gehuldigt. Und neidvoll gedacht: „Wie hast Du das denn geschafft“ wenn die ersten Schläge gemacht sind. Denn viele Golfer haben ihr Handicap gemacht und keiner weiß wie und wieso. Aber das ist eine ganz andere Geschichte

Freitag, 11. Mai 2012

Matchplay ist anders

Golf ist die Sportart, in der der Sportler für bzw. mit sich selber kämpft.
Das ist eher wie Lucky Luke, der lonesome Cowboy.
Man spielt zwar (meistens) in einem Flight, aber am Ende zählen nur die eigenen Schläge (mit oder ohne Hdcp, Brutto oder Netto) und das eigene Ergebnis.
Sicherlich ist das bei den Pros etwas anders, die sind ja ständig informiert, wo sie gerade auf dem Leaderboard stehen und was noch geht. Darauf hin verändern sie ihre ggf. Taktik. Der Amateur hingegen, insbesondere der Hobbygolfer, hat mit sich selbst schon genug zu tun und selten ein Auge für den Gesamtstand. Er spielt und versucht möglichst viele Stableford-Punkte zu sammeln bzw. im Zählspiel möglichst wenige Schläge zu benötigen.
Das ist beim Matchplay grundsätzlich anders.
Beim Matchplay ist es ann Lucky Luke gegen die Waltons, es geht Mann(Frau) gegen Mann(Frau).

Wer gewinnt am Ende mehr Löcher ist die Frage die sich stellt, wenn man am ersten Tee steht. Auch hier gibt es Brutto- (ohne Hdcp-Vorgaben) und Nettoversionen (Hdcp wird einbezogen). Aber egal man die Vorgaben händelt, es geht Mann gegen Mann.
Egal wie viele Schläge es am Ende sein werden, entscheidend ist es, dass DU weniger Schläge pro Bahn als dein Gegner benötigst.
Und weil das so ist, kommt noch viel mehr Taktik und Psychologie ins Spiel. Das ist dann wie Duell. Wenn die Duellanten aufeinander zu gehen, am Ende bleibt nur einer stehen bzw. der Sieger kommt weiter, der Verlierer ist raus.

Und da das die spannendste, aber zugleich auch übersichtlichste Form des Golfspiels ist, wird der Ryder Cup komplett im Matchplay ausgetragen.Zwei Teams spielen Mann gegen Mann (bzw. Zwei gegen Zwei) gegeneinander.

Ryder Cup 1991, Letzte Bahn: Hale Irwin - Bernhard Langer
Spannender, dramatischer kann kein Zählspiel sein. Auch deswegen würden die Pros vieles geben, einmal Teil des jeweiligen Ryder Cup Teams sein zu dürfen und mehr Matchplay spielen als bisher.

Und auch ich Hobbygolfer liebe das Matchplay.
Das ist nochmal ein besonderer Kick. Wenn man mal eine Bahn total verhackt, ist da halt nur eine Bahn. Nicht gleich die ganze Runde. Man hat 18 Chancen und muss das eigene Spiel dem aktuellen Stand anpassen. Geht man in Führung kann man abwartender spielen (muss man aber nicht). Liegt man hinten, muss man mehr riskieren, vor allem je größer der Rückstand und je weniger Bahnen noch zu spielen sind. Die Situation verändert sich quasi ständig und die Komponente Gegner und Spielstand wird viel wichtiger. Wie gesagt, ich mag das. Sehr. Und so habe ich mich auch dieses Jahr angemeldet, für den President´s Prize im Berliner Golfclub Gatow, wo ich Mitglied bin.

Dienstag hatte ich mein Erstrundenmatch im diesjährigen President´s Cup.
Letztes Jahr bin ich in der ersten Runde mit 1down gegen einen Spieler der Seniorenmannschaft ausgeschieden. Dieses Jahr hatte ich erneut einen Spieler der Seniorenmannschaft als Gegner. Und auch der ist einer dieser Spieler, der immer gerade ist. Immer.

Bei uns ist es so, dass es Termine gibt, bis wann man die jeweilige Matchplay-Runde in Eigenregie geplant absolviert haben muss. Und mein Gegner wollte asap spielen. Was ihm nicht ganz so klar wahr: Mein Handicap ist schlechter als mein Spiel und da ich bisher noch kein vorgabewirksames Turnier gespielt habe, wurden mir auf Grund der Vorgaben 15 Bahnen vor gewährt.

Ermittlung der Matchplay-Vorgabe:
Vorgabendifferenz (also die jeweilige Platzvorgabe) multipliziert mit 3 und das Produkt dividiert durch 4

Also:
Mein Gegner hat Hdcp -11,3 (Platzvorgabe 13), ich habe Hdcp -29,3 (Clubvorgabe 33). Macht eine Differenz von 20, die dann multipliziert mit 0,75 ergibt 15 (Bahnen Vorgabe)

Und es kam was kommen musste. Ich gewann mit einem Bogey die 1te Bahn, spielte das Par an der 2 und ging somit mit 2 up auf die 3 und musste mir da schon ein erstes "Handicapschoner“ anhören. Das sichere Zeichen dafür, dass mein Gegner sehr überrascht war. Die 3 haben wir dann genau wie die 4 und 5 geteilt, nachdem ich meinen Putt aus 1.50 Meter vorbei geschoben hatte, während ich dachte:
"Loch den, dann gehst du mit 3 vor auf die 4, dem komischen Par 3 wo alles passieren kann"
An der 4 kam ich tatsächlich bei der vorne rechts kurz gesteckten Fahne in den Bunker (Der Ball war nur 4 Meter im Flug zu kurz...) und teilte mit Bogey das Loch, weil mein Kontrahent einen Chip und zwei Putts brauchte und somit seine erste Chance liegen ließ An der 5 habe ich dann den 3 Meter Putt zum Bogey und damit zu Teilen gelocht und ihm wohl den letzten Zahn gezogen, denn danach begann mein Lauf.
Die 6 (mit Bogey), 7 (Par) und 8 (Bogey) gewann ich jeweils, um an der 9 meinen ersten meinen ersten echten Fehlschlag zu spielen, als ich meinen Zweiten mit dem Holz 3 (ich lag nach dem Drive viel zu weit links und hatte so noch 180 Meter zur Fahne) nur knapp 15-20 Meter nach vorne brachte.
3D Animation - 9te Bahn BGCG Gatow. Auf dem Grün mein 3ter
Aber immerhin weit genug, damit er seinen zweiten vor mir spielen musste. Er lies sein Holz zu kurz und landete in dem Bunker rechts vor dem Grün. Ich schlug meinen Dritten dann mit dem Holz 3 bis auf 4 Meter an die kurzgesteckte Fahne und spielte Par zum Lochgewinn und lag damit 6 auf nach 9. Spätestens da war alles eigentlich durch und sowohl Körper- als auch persönliche Ansprache "Gegen dich habe ich keine Chance, obwohl ich mein Handicap spiele" waren eindeutige Signale. Oft bluffen die Kontrahenten auch nur und wollen einen in Sicherheit wiegen, denn wenn man nachlässt, kann so ein Spiel sehr schnell doch noch kippen.

Bahn 10 teilten wir, obwohl ich meinen Zweiten viel zu riskant spielte und mein Rescue links ins Aus schlug, weil mir danach zwei sehr, sehr gute Schläge inkl. einer sehr guten Annäherung an die Fahne gelang, während er Fehler machte.
An der 11 gewann ich, als mein zweiter 3 Meter neben der Fahne lag, er aber seinen zweiten in den Bunker schlug und mit zwei Bunkerschläge und einem Chip immer noch weiter weg was als ich. Die 12, ein Par 3 spielten wir beide mit Bogey und teilten das Loch. Damit war bereits nach 12 Bahnen und 7 (Vorsprung) und 6 (zu gehen) das Erstrunden-Matchplay wieder zu Ende.

Das ganze hat knapp 2 Stunden 15 gedauert. Und ich hatte das Glück, früh in Führung zu gehen und dann ganz wenig Fehler zu machen. Und wenn ich mal einen Fehler gemacht habe, konnte er kein Kapital daraus schlagen.
Und natürlich hatte ich einen großen Vorgaben-Vorteil, denn mein Kontrahent spielte zwar (fast) seine Vorgabe, während ich meine aber deutlich unterspielt habe. Aber das muss man erst einmal in den Griff kriegen, denn die Nerven sind schon ein wesentlicher Faktor beim Matchplay. Und wenn man hinten liegt, ändert sich so ein Spiel auch ganz schnell, weil man mehr riskieren muss, als dem eigenem Spiel gut tut.

Ja, ich muss zwingend vorgabewirksame Runden spielen, denn ich bin definitiv besser als mein aktuelles Hdcp (50 Nettopunkte waren es am Ende). Aber dennoch muss man erst einmal die Nerven behalten und das Spiel nach Hause bringen. Matchplay ist nämlich auch immer Nervensache. Und wer weiß, wenn mein Gegner seine wenigen Chancen besser (oder überhaupt) genutzt hätte, hätte es am Ende doch nochmal spannend werden können. Doch immer wenn es eng zu werden drohte, habe ich die entscheidenden Schläge gemacht und auch längere Putts versenkt. So stehe ich jetzt in Runde 2 (Achtelfinale) und bin damit einen Schritt weiter als letztes Jahr und freue mich auf meinen nächsten Gegner, der deutlich jünger ist als ich. ich freue mich schon jetzt sehr darauf, denn neues Spiel, neues Glück!

Bis dahin werde ich hfftl. auch mein Handicap verbessert haben, auch wenn das meine Chancen sicherlich nicht verbessern wird. Aber ich will die gerechtesten Vorgaben, denn das zeichnet Golf am Ende aus, bei allem Wettkampf geht es immer um Fairness.

Und wer Matchplay im TV sehen will, kann das bereits am nächsten Wochenende (17.05-20.05) bei den Volvo World Match Play Championchips in Casares, Andalusien, wenn dort 24 der besten Golfer der Welt (u.a. auch Martin Kaymer) an den Start gehen werden.


Nur Golf bei:



Donnerstag, 3. November 2011

Ein graues Haar

und wieder geht ein Jahr…

ich weiß nicht genau, wer das singt, aber war das vllt. Wolle Petry?
Ich weiß es wirklich nicht, denn das ist nicht meine Musik.
Aber dennoch trifft das ganz gut mein letztes Golfjahr.
Obwohl das ja nie ein ganze Jahr, sondern eher nur 5 -6 Monate sind.
So ein Golfjahr.

Die Haare wurde grauer und ich stelle gerade entsetzt fest, dass wieder ein Jahr vorbei ist. Fast.
Und so ist jetzt, wo meine dritte Saison (meine zweite komplette, nachdem PE Jahr 2009) sich dem Ende entgegen neigt, Zeit für ein Fazit.