Freitag, 27. April 2012

Golf ist schon lange kein Altherrensport mehr

zumindest nicht, wenn man das ganze Thema sportlich motiviert angehen will. 
Für gutes Golf braucht es auch mehr als teures Equipment.

Ich war am Mittwoch mal wieder auf dem Platz.
Wie heißt es immer so schön?
"Entscheidend ist auf´m Platz!" (das war Sepp Herberger, oder?)
Was nutzt einem das beste Training, wenn man es dann auf dem Platz nicht zusammen bekommt. Also nicht nur scoremässig, sondern auch konditionstechnisch.
Was mir in den letzten Jahren immer mehr auffällt, ich werde alt.
Und körperlich bin ich nach einer Runde Golf schon relativ runter vom Reifen...
Ok, 47 ist keine 20 mehr, aber auch keine 65.
Und daher überrascht es mich schon, wie beansprucht mein Körper sich gibt.
Dabei schlage ich kaum 50 Bälle auf der Runde Putten und Kurzes Spiel mal außen vor).
50. Und mein Körper fühlt sich an, als hätte ich eine Runde gegen die Klitschkos geboxt.
Nicht kaputt, aber er tut überall weh.
Vor allem im Rücken, wo meine fehlende Muskulatur im krassen Gegenspruch zu dem gewünschten Golfschwung steht.

Ich habe Mittwoch wieder einmal festgestellt, dass es beim Golf einen klaren Kopf, gute Nerven, eine gute Technik und das alles verbunden mit einer gesunden Portion Physis braucht. Und da alles mit der Kondition zusammenhängt, kann man vereinfacht sagen:
Wer nicht fit ist, kann keine 18 Loch auf höchstem Niveau spielen. Und erst recht nicht zwei Mal 18 Loch an einem Tag oder gar vier Runden an vier Tagen, wie es die Pros machen.
Und wenn ich mir die Damen und Herren in den Mannschaften anschaue, ziehe ich meinen Hut vor deren Leistungen. Ständig irgendwelche (vorgabewirksamen) Turniere und Dauerstress.

Bei den deutschen Mannschaftsmeisterschaften spielen einige von den Spieler/-Innen bis zu 6 Matchplaymatches (Einzel und Vierer) und vorweg eine Zählspielrunde für die Qualifikation. Das sind 7 Runden Golf in vier Tagen, auf allerhöchstem sportlichen Niveau. Und mental immer unter Volldampf.
Körperlich schafft man das nur, wenn man wirklich austrainiert ist.
Die Herrenmannschaft von Deutschlands sportlich wohl ehrgeizigstem Golfclub St. Leon-Rot, stellt diverse deutsche Mannschafts- und Einzelmeister. Dort gibt es nicht nur Golftrainer, sondern Psychologen, Physiotherapeuten, sondern auch Drillinstructor, die mit den Mannschaftspieler/-Innen, gerade im Winter, sehr hart an deren Fitness und Kondition arbeiten.
 
Mein Dank geht an Marco für die Videolinks!


Und dazu natürlich auch die entsprechenden Trainingsanlagen und Trainer. 
Seit November 2011 steht dort auch die größte Indoortrainingsanlage Deutschlands die „ALLIANZ GOLF ARENA - INDOOR SHORT GAME CENTER OF EXCELLENCE. Die Allianz Golf Arena verfügt über Übungs- und Vorgrüns auf über 1.700 Quadratmeter und zwei Ebenen und damit optimale Bedingungen für das Training des kurzen Spiels auch im Winter.
Alles machbar, wenn man den finanziellen Kraftakt gehen kann und will. Doch leider kommen nur wenige Golfer/-Innen in die Vorzüge dieser außergewöhnlichen Anlagen und Trainingsangebote. Auch ein Argument, mit dem jungen Spielern ein Wechsel schmackhaft gemacht wird.
Doch zurück zum Massensport Golf und der Frage, wie sieht unser Fitnesstraining aus?
Machen wir eines?
Und wenn ja, betreiben wir das wirklich ernsthaft?
Wenn ja, Glückwunsch.
Wenn nicht, willkommen im Club, denn wir, die wir nicht gerade gehobene sportliche Ansprüche haben, trainieren dann doch eher überhaupt nicht, oder?
Dabei gibt es einfache Übungen und Methoden, um zu Hause etwas zu machen.


Laufen kann man auch fast überall. Also, trainiert nicht nur auf der Driving Range, sondern auch eure Fitness.
Ich muss los. Eine Runde Joggen.
Zum Kühlschrank, da wartet die Cola auf mich. Von da dann zum TV, Golf auf SKY gucken. Man muss ja schließlich gut vorbereitet sein...

Nur Golf bei:

Kommentare:

  1. Hey, raus mit dem Finger aus meinen offenen Wunden!

    Wie immer schöner Blog, ein wenig schockiert war ich als ich die St Leon Roth Videos gesehen habe. Das sollen Amateur Golfer beim Training sein? Bei uns sagt man dann: "Nacht Mattes". Frei übersetzt, holly mouly!

    Natürlich muss man Fitt sein zum Golfen wenn man auch nur den hauch von Ergeitz hat dann ist das Pflicht. Ich glaube auch das jeder der diesen Blog liest und golft nicht mit der allgemeinen Meinung konform geht das Golf kein Sport ist.

    Ich selber habe neben Golf noch ein weiteres Hobby, ich spiele Basketball. Ich trainiere 3 mal die Woche je 1,5-2 Stunden. Was dazu führt das meine Grundfitness da ist und fürs Golfen ausreicht ;-) Seit Ostern habe ich aber ein Knie Problem und habe seither pausiert. Ohne meine Ernährungsgewohnheiten um zu stellen habe ich seit Ostern schlappe 5kg zu genommen!

    Auf dem Golfplatz macht sich das in gelegentlicher Schnappatmung bemerkbar. Es ist der Hammer wie schnell die Kondition weg ist und was das für Konsequenzen hat. 18 Löcher waren für mich bisher eher ein leichtes im Moment ist es echt anstrengend. Körperlich aber vor allem Mental.

    Es soll mir keiner sagen Golf wäre kein Sport. Leider kann ich derzeit gar nichts machen, kein laufen, kein schwimmen, kein Radfahren. Ich bin echtr froh wenn das vorbei ist und meine Fittnes wieder da ist und ich auf dem Golfplatzt wieder fit bin, denn auch das sind mindestens 5 -8 Schläge die man besser spielt wenn die Fitness stimmt.

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  2. Matthias

    Ich merke ( in letzter Zeit)eindeutig das ich besser spiele wenn ich nebenher noch etwas Konditions-Mässiges mache!
    Diesen Faktor habe ich in den letzten Jahren zu oft schleifen lasse bzw, unterschätzt.

    Schöner Blog !

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