Montag, 27. August 2012

Holographischer Unsinn

Normalerweise gebe ich meinen Posts ja doppeldeutige Namen. Ich mag das irgendwie.
Heute aber mal nicht, denn der Titel ist genauso gemeint wie er da steht.
Heute dreht es sich nämlich um holographischen Unsinn.
Genauer gesagt um die kleinen Hologramme, die (fast) jeder von uns mittlerweile auf seine Mitgliedskarte findet.
Gleich mal vorweg: Wer ein solches nicht hat, den bedaure ich schonmal im Voraus. Er outet sich damit nämlich als Sparfuchs, als Geizhals, als jemand, der den Sport kaputt macht und nur auf seinen eigenen Vorteil bedacht ist. Und vermutlich steckt er auch hinter Hurricans, Hungerkatastrophen und dem Niedergang der FDP. Wobei man über die Sinnhaftigkeit von letzterem sicher streiten kann.
Aber zurück zum Thema.


Nachdem ich mich vor kurzem entschlossen hatte, meinem Heimatclub auch tatsächlich beizutreten stellte sich ob der Auswahl an Mitgliedschaftsmodellen die Frage, was ich denn nun brauche.
Die Frage war schnell beantwortet, es wurde die "Limited-9-Mitgliedschaft". Weniger aus Kosten denn aus Zeitgründen. Ich könte ein Spielrecht über 18 Loch nicht wirklich so nutzen, dass es Sinn machen würde. Also wozu 600,-€ mehr im Jahr ausgeben als ohnehin schon? Eben.

Und so bekam ich auch nur zwei Wochen, nachdem ich mich angemeldet hatte meinen eigenen DGV-Ausweis. Mensch, war ich stolz!
Der war ganz grün und hatte ein kleines Hologramm an der Seite, worauf ein silbernes "R" zu sehen war. Damals maß ich dem ganzen nicht sonderlich viel Bedeutung bei, heute bin ich schlauer.

Denn mit dem "R" wurde ich ganz automatisch klassifiziert. Eingeteilt. Abgestempelt.

Zum ersten Ma bewusst wurde mir dies, als ich auswärts spielen wollte. Nachdem ich der nett lächelnden Dame am Counter meinen Ausweis überreicht hatte verlor diese zügig ihr lächeln und beschied mir, dass es für mich statt 20,- 25,-€ kosten würde. Und das auch nur, weil ich Gast eines Mitglieds war.
Aha.



Wieder zu Hause habe ich mich dann mal auf die Suche nach dem Sinn dieses Hologramms gemacht.
Was ich gefunden habe hat mich dann doch etwas ins Grübeln gebracht.
Vorneweg, ich bin der Überzeugung, dass es auch beim DGV, wie beim DFB und vielen anderen Verbänden, wahnsinnig viele Leute gibt die es einfach nur wahnsinnig gut meinen. Nur ist gut gemeint eben nicht immer gut gemacht. Und wahnsinnig gut gemeint...Genau.

Im Grunde gibt es 3 Klassen von Golfern. Und das, und das ist das Tolle, vollkommen unabhängig vom jeweiligen Handicap.

Klasse 1 ist der Topgolfer. Der Golfer, der wirklich immer und überall gern gesehen ist. Der regelrecht hofiert wird. Das ist der Golfer, der in seinem Club volles Spielrecht genießt. Gekennzeichnet durch ein "v/S" im Hologramm.
Wer jetzt aber denkt, jeder, der irgendwo auf diesem Planeten ein vollen Spielrecht hat gehört hierzu, weit gefehlt! Man muss nämlich nich Mitglied in einem regional geprägten Club sein, gekennzeichnet durch ein "R". Das sind die Clubs, die keine Fernmitgliedschaften anbieten und bei denen nur 10% der Mitglieder weiter als rd. 100km entfernt wohnen. Daraus ergibt sich, dass der Topgolfer gekennzeichnet ist durch ein Hologramm "R v/S". Standesgemäß in, natürlich, Gold.
Vereinfacht ausgedrück, wer das auf der Karte hat, der hat gewonnen bevor er überhaupt auf den Parkplatz gefahren ist.

Klasse 2 ist der "Wenns denn sein muss"-Golfer, hier gehöre ich zu. Der genießt nur ein eingeschränktes Spielrecht, entweder für keine volle Runde oder nur an bestimmten Tagen. Aber dafür gehört er einem regional geprägten Club an. Dafür bekommt er auch ein silbernes "R" auf seine Karte gestanzt.
Trotzdem werden manche Clubs ein bissche...naja...muffig, wenn ein solcher Golfer ankommt. Zwar erkennt man an, dass er regional verwurzelt ist, aber trotzdem, so toll wie den Goldgolfer findet man ihn nicht. Deshalb darf er manchmal auch nur gegen ein erhöhtes Greenfee spielen. Dann ist er aber willkommen.
Genauso wie die, die ein volles Spielrecht in einem Club haben, der auch Fernmitglieder hat. Dann gibts nur ein silbernes "vS"

Klasse 3 ist der aussätzige Golfer. Der hat nämlich gar kein Hologramm. Entweder, weil sein Club bei diesem Irrsinn nicht mitmacht (ja, die Kennzeichnung ist freiwillig) oder weil er Fernmitglied, VcG-Mitglied oder irgendsowas ist. Also zu denen gehört, die auf ein Clubleben pfeifen und einfach nur golfen wollen.
Da soll es vereinzelt schonmal vorgekommen sein, dass diese Golfer überhaupt nicht auf eine Anlage gelassen wurden. Auch nicht gegen erhöhtes Greenfee, auf das sie sich im übrigen häufiger einstellen müssen als schon der Klasse-2-Golfer. Denn wer kein Hologramm hat, der kann nur eines dieser Sparbrötchen sein, der immer nur auf der Suche nach dem beste Schnitt ist.

Jetzt stellt sich natürlich die Frage, was dieser Quatsch eiegntlich soll (und im weiteren, warum das nicht verhindert worden ist).

Von Seiten des DGV heißt es:
"Die Entscheidungsträger der DGV-Mitglieder wollten mit der Neufassung der Ausweiskennzeichnung ein Instrument erhalten, um die Gastspieler besser einordnen zu können und um eine objektive Basis zur Gestaltung einer aktiven Greenfee-Politik zu haben"

Da stellt sich doch die Frage, was "eine aktive Greenfee-Politik" denn bitteschön sein soll.

Aber auch dazu gibt der DGV eine Antwort.
"Anspruch des Deutschen Golf Verbandes ist es, den zu beobachtenden Wandel des Golfmarktes im Interesse seiner Mitglieder zu begleiten und, wo möglich, zu gestalten. Dabei kann sich weder der Verband, noch können sich seine Mitglieder gegen Marktmechanismen stellen. Verwechseln darf man diese Erkenntnis allerdings nicht mit einer „Kapitulation vor einem freien Spiel der Kräfte“, das den Interessen einiger Weniger dient, die große Mehrheit der DGV-Mitglieder jedoch nur als Zaungäste zurücklässt. Dem Anspruch, den Wandel zu organisieren, entspricht der Schritt weg von einer negativen Pflichtkennzeichnung und hin zu einer freiwilligen Positivkennzeichnung der DGV-Ausweise für diejenige Golfanlage, die diesem Konzept folgen möchte."

und weiter:

"Er signalisiert mit der Kennzeichnung „R“ für seine Mitglieder, dass er das Leistungsversprechen des Ausweises „spiele Golf!“ auf seiner eigenen Anlage einlöst. Insbesondere das Geschäftsmodell der Kartenhändler mit Fernmitgliedschaften funktioniert grundlegend anders: Solche Fernmitgliedschaftenanbieter verkaufen die Leistungen Dritter, nämlich die Gastspielmöglichkeit auf den Golfanlagen anderer DGV-Mitglieder."

Man will also, um das noch einmal zu rekapitulieren, den freien Kräften nicht nachgeben und hat daher ein Instrument geschaffen, um die Golfer, die in einem regionalen Club spielen von denen zu unterscheiden, die dies nicht tun sindern die gegen schmales Geld irgendwo eine Fernmitgliedschaft habe.
Denn letztere würde nur die Berechtigung verkaufen, gegen Greenfee auf einer fremden Anlage zu spielen.

Soweit so gut, entdeckt jemand den ersten Denkfehler?

Wenn es das Ziel der Kennzeichnung ist, die Golfer mit Fernmitgliedschaften aus den Clubs rauszuhalten (über Sinn und Unsinn gleich mehr), warum erstreckt sich die Greenfeeerhöhung dann auch auf Spieler mit eingeschränktem Spielrecht eines regionale Clubs? Oder besser gefragt, warum gibt es dann noch die Unterscheidung "R v/S" und "R"?
Nach der Argumentation des DGV wäre die eigentlich nicht notwendig, dann täte es ein einheitliches Hologramm für ordentliche Mitglieder. Fernmitglieder hätten dann eben keines. Abgesehen davon, dass ja auch der jeweilige Club auf der Karte vermerkt ist, aber mit solchen Kleinigkeiten halten wir uns jetzt mal nicht auf.

Darüber hinaus stellt sich die Frage: Was ist an Greenfeespielern eigentlich so schlecht?
Wenn ein Spieler nur Greenfee spielt, dann ist er in erster Linie mal kein Mitglied des betreffenden Clubs. Sonst müsste er ja nicht zahlen.
Oben wurde ja argumentiert, dass Anbieter von Fernmitgliedschaften die Leistung eines Dritten, also des Clubs, der gegen Greenfee spielen lässt verkaufen würden.
Aber, wenn man nun die Platzreife erlangt hat, dann bedeutet dies ja, dass man überall in Deutschland (soweit es keine HCP-Beschränkung gibt) gegen, genau, Greenfee spielen kann.
Und selbst wenn ich Vollmitglied eines Clubs werde, dann berechtigt mich das nur und allein zur Nutzung des dorigen Platzes.
Wenn ich also einen anderen Platz spielen will, dann muss ich dort...genau...Greenfee bezahlen, schau mal an.
Jetzt käme wohl sicher niemand auf die Idee meinem Club, der mir die Karte ausgestellt hat oder gar dem DGV zu unterstellen, dass er die Leistung eines Dritten verkauft hätte. Hat er aber, zumindest nach den eigenen Maßstäben. Denn hüben wie drüben darf ich auf allen Plätzen bis auf einem in Deutschland nur gegen Greenfee spielen. Egal, was ich für eine Mitgliedschaft habe.
Es ist also nicht wirklich logisch begründbar, warum hier eine solche Unterscheidung getroffen werden muss oder soll oder auch nur kann.

Es fehlt also jede Rechtfertigung, eine solche Unterscheidung zu treffen.
Ich möchte mich jetzt nicht in allgemeines Palaver darüber ergehen, dass da wohl ein paar Herrschaften ihren exklusiven Sport beschützen wollen oder ähnliches, aber ich gehe soweit zu sagen, dass die Argumentation des DGV schlicht und ergreifend in sich falsch ist. Die Kennzeichnung hat für mich keinerlei logische Rechtfertigung und, auch soweit will ich gehen, sie schadet sogar der Entwicklung des Golfsports.

Warum? Einfach beantwortet.
Der DGV hat sich seiner Satzung entsprechend der Förderung des Golfsports in Deutschland verschrieben. Förderung beinhaltet zumindest auch die Verbreitung. Oder zumindest die Bemühung darum. Und nicht nach dem Motto zu leben "Stillstand ist Fortschritt genug!"

Durch die Schaffung eines solchen Kastensystems, wie es mit der Kennzeichnung erfolgt ist erreicht man aber genau das Gegenteil.
Wenn jemand mit dem golfen anfängt, dann steht er zu Beginn vor einem Berg von Fragen und weiß auch noch nicht, ob der Sport wirklich was für ihn ist oder ob er in 8 Wochen die Lust daran verloren hat. Jetzt von ihm zu velangen, dass er gleich mal eine 4-stellige Summe hinlegen soll um anerkannt zu werden wird bei vielen eine Entscheidung in eine bestimmte Richtung herbeiführen. Und die führt nciht ins Clubsekretariat.
Noch dazu halte ich es für eine schlichte Unverschämtheit, wenn Clubs für die oben beschriebenen Golfer unterhalb der 1. Klasse erhöhte Greenfees verlangen. Wohlgemerkt ohne sachliche Begründung, einfach so!

Schlimm genug, dass wir in Deutschland immer noch ein Golf-Entwicklungsland sind, einer Sportart, in der eine derartige Menge an Geld umgesetzt wird, dass es ein Tiger Woods mehrere Jahre lang geschafft hat der bestverdienenste Sportler der Welt zu sein. Vor einem Michael Schumacher, vor Fußballern, vor Baseball-, Basketball-, und Fottballspielern. Allein an einem Wochenende kann man über eine Million Euro verdienen.
Und wir köcheln hier in unserem eigenen Saft vor uns hin als ginge uns das alles gar nichts an. Deutschland hat in den letzten Jahren mit Bernhard Langer und Martin Kaymer nur 2 (!!!!!!!) Spieler hervorgebracht, die international beachtet werden. Unternehmen wie die Deutsche Bank, BMW oder Mercedes sponsorn gern Golfturniere oder Golfer, nur eben nicht in Deutschland. Das sind Unternehmen, die ihren Hauptsitz in Deutschland haben! Warum stellt man sich nicht einmal auf die Hinterbeine und ruft ihnen zu "Wir schaffen die Strukturen, aber ihr gebt dann euer Geld bei uns aus!"

Thomas hat letztens über die Deutsche Meisterschaft der Damen gebloggt. Ich habe darüber gestern Abend einen 10-minütigen Bericht gesehen. Auf Sky. Um 0.00 Uhr.
Nichts gegen Sky, die Übertragungen sind hervorragend, aber warum findet Golf nicht im Free-TV statt? Weder im Sportstudio, noch in der Sportschau oder der Sportreportage?

Wir sitzen lieber gemütlich auf der Terasse im Clubhaus, schlürfen unser Radler nachdem es so anstrengend war, beim Cart immer wieder die Feststellbremse zu betätigen und hoffen, dass hier nur nicht zuviele Leute auf unserem Platz aufkreuzen. Sonst gibts bei der nächsten Mitgliederversammlung richtig Kassalla!

Die Kaderschmiede in St- Leon-Rot schickt sich an, zumindest durch privat finanziertes Engagement etwas in die richtige Richtung zu tun. Insofern ist diese Entwicklung begrüßenswert. Aber es ist absolut unverständlich, dass erst ein Milliardär wie Dietmar Hopp kommen muss, damit es in Deutschland eine vernünftige Förderung des Nachwuchses einer der lukrativsten und ältesten Sportarten der Welt gibt.

Dazu kommt, der DGV verteilt nur eine begrenzte Anzahl von Ausweisen pro Club. Ja, richtig gelesen. Die Anzahl der Ausweise mit Hologramm ist begrezt. Wird diese Zahl überschritten (sie liegt bei 1400), dann gibts nur noch Karten ohne Hologramm. Und damit Karten der 3. Klasse. Rechtfertigung dafür? Keine.
Folge? Künstliche Verknappung und Aufrechterhaltung einer nicht vorhandenen Exklusivität.

Insofern ist die holographische Kennzeichnung der Ausweise eigentlich ein Statement.
Wir wollen nichts ändern.
Wir findens gut wie es ist.
Und wir werden alles tun, damit es so bleibt.
Eben nicht vor den die freien Kräften kapitulieren.

It's pathetic.

Kommentare:

  1. Stark, weil mir tausend Dinge zur Diskussion einfallen!

    Was ich nicht verstehe:
    Golfer ist gleich Golfer (mal abgesehen von irgend welchen handicaps) und beansprucht genauso viel/wenig Platz wie jeder andere Golfer auch.
    Und genauso viel Zeit.
    Egal, ob R oder vS oder HVS oder TDK.
    Aber wenn das gar nicht das Kriterium für ein Greenfee mehr ist, was ist es dann?
    Ist es wirklich dieses Ausgrenzungsdenken?
    Dann darf ich mich nicht wundern, wenn es weiterhin reichlich Menschen gibt, die es, nach PE, dann doch wieder lassen. Und sich darüber aufregen, dass der Sport so teuer ist.
    Auf der anderen Seite haut der DGV hundertausende vo Euros für Nachwuchskampagnen heraus. Warum? Um die Mitgliederzahlen nach oben zu bringen. Womit wir bei dem "reason-why" sind.
    Oder bei der Ausgangsfrage:
    Wofrü ist der DGV da?
    Um den Clubs die Kassen voll zumachen oder für die Sportler und um dafür zu sorgen, dass möglichst viel Deutsche Golfen.

    Deutschland ist auch hier Servicewüste und verfährt lieber nach dem Motto:
    Lieber einmal 10.000 Euro einnehmen, als 10.000
    *100 Euro. Was selten dämlich ist.
    Aber so sind wir Deutschen.
    Ach ja:
    Ich kenne auch nicht viele Autofahrer, die gerade ihren Führerschein gemacht, direkt den neuesten, teuersten Wagen fahren.
    Aber beim Golfen soll und muss ich mich sofort entscheiden?
    Tzz
    Blödsinn.
    Viele Menschen stehen doch mitten im Leben, da verändern sich Karrieren und Standorte, wer braucht da einen festen Heimatplatz?

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  2. Puh schwerer Tobak, und genau wie Thomas fallen mir 100 Punkte hierzu ein. Aber erst mal toller Blog! Ohne der Nur Golf Komunity zu nahe treten zu wollen aber der Blog gehört verbreitet! Am besten als offenen Brief an den DGV.

    Ich kann jetzt nicht auf jeden Punkt eingehen deshalb werde ich schlicht meine Sicht der Dinge wiedergeben.

    Auch wenn ich ein Golfer "1. Klasse" bin empfinde ich dieses Hologramm Thema als absolute Katastrophe! Ich liebe dieses Spiel. Aber so ein, mit verlaub, Scheiß, macht unseren Sport kaputt. Wie sollen wir gegen die Vorurteile angehen, wie sollen wir die Jugend auf die Plätze bekommen, wie soll der Sport aus seiner Randzone geholt werden? Mit einer künstlich produzierten Exklusivität geht das sicher nicht.

    Ich führe häufig Gespräche mit Freunden die nicht Golfen und ihr alle habt diese Gespräche sicherlich auch schon geführt. Und man müht sich sehr die vorurteile aus zu räumen, man nimmt die freunde mit auf die Range, weckt Interesse und dann wenn der Freund anfangen will: Aufnahmegebühren, Lebenslange Mitgliedschaften, 4 stellige Jahresbeiträge, Hologramme, Mindestverzehr im Clubhaus, Bürgschaften von anderen Mitgliedern, Zäune etc.

    Das schönste Spiel der Welt wird in unserem Land versnobt! Andere Länder lachen über uns. Es möge sich bitte niemand über die missglückte Rydercup Bewerbung beschweren, an Bernhard Langer hat es nicht gelegen. Aber das RyderCup Commity welches eh schon ungern den RC außerhalb der Insel austrägt, wird einen Teufel tun den Cup jemals an ein Land zu vergeben die so mit diesem Spiel umgehen.

    Also für mich ging der Sport lange Jahre in eine gute Richtung, dann kam das Hologramm welches mir erst nicht auffiel, jetzt verfrachtet der DGV mein geliebtes Spiel wieder in die Steinzeit. wenn ich könnte ich würd nach Schottland auswandern und mit dem Bäcker, Postboten, Investmentbankern und mit allen anderen ne Runde Golf auf der öffentlichen Golfanlage in St Andrews spielen auch bekannt als the home of Golf The old Course.

    Zurück zu den Wurzeln sage ich

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  3. Hallo Alex,

    danke für deinen Blog-Beitrag. Genau wie du, habe ich das schon vor über 14 Jahren festgestellt das mit diesem Golfverband nur die alten Pfründe gesichert werden. Auch wenn es leichte Öffnungen im Golfmarkt gibt, so sind wir noch Meilen weit von einem offenen System entfernt.

    Wirkliche Veränderungen gab es noch nie aus einem System, sondern immer nur von außen. Vielleicht ist es Zeit für einen neuen Golfverband für Golfer und wir lassen den alten (DGV) Verband für Betreiberund Clubs hinter uns.

    bis denne
    rebel

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  4. So,ich habe gerade festgestellt dass ich als Golfclubmitglied nix tauge da ich kein Hologramm habe.

    Tolle Recherche Alex und ein sauberer Blog dazu, nach
    der Eindruck dass der DGV überhaubt kein Interesse
    hat unseren Sport nach vorne zu bringen festigt sich . Hauptsache es werden Statussymbole geschaffen! Gruß Matthias

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  5. Hallo Rebel,

    der Versuch einen parallelen Verband zu gründen ist bereits mehrfach gescheitert. Das Problem was alle haben die es versuchen sind die Golfplätze die zu 90% in privater Hand sind. und die sind alle im DGV organisiert. Das prominenteste Beispiel ist der VCG es klappt aber geh mal mit nem VCGler auf nen Platz, Golfer zweiter Klasse ist da noch sehr untertrieben. Ich kenne einige Plätze wo VCGler gar nicht spielen dürfen.

    Man muss den DGV grundsanieren, aber das hat die letzten 30 Jahre auch nicht geklappt!

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  6. Mir wären ja noch 100te andere Punkte eingefallen. Zum Beispiel die Frage, warum der DGV auf seiner eigenen Homepage Werbung für den VcG macht, dann aber eine Regelung erfindet ,die eben diesen VcGlern das Leben schwerer macht als ohnehin schon!
    Was ich gut finde sind die Clubs, die dazu übergegangen sind ihr Greenfee für Spieler aus Clubs zu erhöhen, deren Clubs dies für Nichtgoldene getan haben.
    Aber das ist am Ende auch keine Lösung.
    Es ist doch eigentlich vollkommen, entschuldigung, scheißegal, wo man Mitglied ist und wieviel man zahlt. Ein Mitglied in St- Leon-Rot ist auch nicht mehr wert als eines des VcG, er darf außerhalb seines Clubs auch nur gegen Greenfee spielen. Seinen Beitrag zahlt er ja ausschließlich für seine Anlage. Und wenn ein Club keine Anlage hat, dann braucht man ja auch keine zahlen.
    Die Clubs sollten sich mal klarmachen, womit sie eigentlich Geld verdienen. Auf der einen Seite logischerweise durch die Mitglieder, aber je mehr Greenfeespieler es gibt, desto mehr Greenfee nimmt man ein. Und das ist ja auch ein ziemlicher Brocken...

    Außerdem muss man sich ohnehin fragen, inwieweit solche Mitgliedschaften noch zweitgemäß sind in einer Zeit, in der berufliche Flexibilität ehr denn je gefordert und erwartet wird. Wer verpflichtet sich denn mit dem Kauf von KG-Anteilen, mit Jahrelangen Mitgliedschaften und dem ganzen Terz, wenn er nicht sagen kann, ob er in 2 Jahren nicht irgendwo anders in Deutschland arbeitet und lebt? Oder mal ein Jahr ins Ausland geht, oder auch länger?

    Im übrigen ist es auch kurios dass man zum Beispiel Mitglied im Emirates Golf Club Dubai sein kann, in Deutschland aber als Golfer 3. Klasse behandelt werden würde und Glück haben muss, überhaupt auf die Anlage zu kommen;)

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  7. Naja.
    Wenn du die Sache von der Club-Seite aus betrachten willst, musst du berücksichtigen, dass die mit dieser Nummer den Zustrom in die "Billig-Clubs" unterbinden wollen.
    Denn die graben den "etablierten" Clubs die Kundschaft ab. Wobei einige der Clubs ohnehin kaum noch Mitglieder aufnehmen könnten, selbst wenn sie wollten.
    Aber das ist halt ein Schutzgebahren gegen Dumping-Preise. Aus Sicht dieser Clubs ein stückweit nachvollziehbar, den die fürchten um ihre Existen (mittel- langfristig).
    Und wenn man sich das Verhalten (gerade hier in Berlin mit den vielen Clubs) anschaut, ist es in der Tat so, dass einige mit Dumping-Preisen versuchen Mitglieder zu ziehen. Was ihnen auch gelingt, zumindest so lange es keinen billigeren Anbieter gibt. Und den gibt es immer irgendwo, denn der Markt an regulären Plätzen ist größer als die Nachfrage.

    Zum VcG
    Lustigerweise sitzt der VcG sogar im Gebäude des DGVs. Und gerade der VcG unterstützte die RC Bewerbung massiv und macht auch sonst so einiges für die Neukundengewinnung. Und er sollte eigentlich genau diese Billigheimer-Mitgliedschaften ausschließen.
    Und um den Neu-Golfern erst einmal eine anerkannte Heimat zu gewähren, bis die sich sicher sind, ob und wo sie Golfen wollen.
    Zumal lebenslange Mitgliedschaften eigentlich totaler Schwachsinn sind. Gerade in einer sich immer schneller drehenden Zeit, ist der VcG eine gute, anerkannte Alternative, fand ich.
    Und wer keine Mitgliedschaft zahlt, nimtm sicherlich auch gerne 5-10 Euro mehr Greenfee in Kauf.
    Wenn auch die Sinnhaftigkeit dieser Mehrkosten eher zweifelhaft ist, denn Golfer ist Golfer...
    Aber anyway.
    Diese Dreiklassengesellschaft geht gar nicht.
    Werde erst einmal Matthias aus meinem Freundeskreis verbannen müssen. So ganz ohne Hologramm. Pfff.
    Und dich setzte ich auf Hold...

    Ach ja.
    Selbst meine Kinder haben die volle RvS in Gold. Obwohl die auch nur 150 Euro pro Jahr zahlen...

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  8. Solange die Mehrzahl der Golfclubs voll sind und keine Sorgen haben Mitglieder zu gewinnen, solange schert es die Clubs nicht. ein Club baut ein Finanzierungskonzept auf und wenn mit 800 Mitgliedern (wie in meinem Club) die Kosten gedeckt sind braucht man eigentlich keine Greenfeespieler. Wenn dann mal ein Bunker oder Wasserhinderniss neu gemacht wird wird unter den Mitgliedern einfach der Hut rumgereicht und das Geld ist da. Der Bunker heist dann halt Lothar Schmitt Bunker, weil der das meiste gegeben hat.

    Wenn dann, wie bei uns, extrem viele Mitglieder aktiv sind ist der Platz immer voll und die Mitglieder beschweren sich über einen zu vollen Platz. Das treibt die Greenfees nach oben. Da zahlt man dann auch schon mal 80€ für einen unterdurchschnittlichen Golfplatz.

    Es gibt aber auch positive Ausnahmen, hier in der Region gibt es unter den Golfclubs Golfclub Dreibäume, Golfclub Velbert - Gut Kuhlendahl e.V und dem Golf Club Grevenmühle eine Kooperation. Die Mitglieder dieser Clubs, können für Lau auf allen diesen drei Plätzen spielen. Der Mitgliedsbeitrag ist im Durchschnitt und man hat 3 Golfplätze die man bespielen kann. Alles keine Augusta Nationals aber schöne Golfplätze. So etwas sollte Schule machen.

    Das beseitigt natürlich nicht das Problem der Hologramme verdeutlicht aber das mit etwas Flexibilität und Fantasie der Golfsport attraktiver gemacht werden kann, nur man muss es wollen. Sicherlich treibt diese drei Clubs auch ein gewisser Wirtschaftlicher Druck in diese Richtung, bei uns gibt es ein Überangebot an Golf Clubs, aber ich finde eine Mitgliedschaft in einem dieser Clubs sehr attraktiv.

    Ich selbst habe eine kreative Lösung mit meinem Club gefunden hätte ich die nicht, würde ich dort spielen wollen. Alle diese drei Plätze sind für mich binnen 30 Minuten erreichbar.

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  9. Thomas, wenn ich mich nicht irre dann ist der VCG sogar eine Abteilung des DGV.

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  10. Hallo Alex,

    zum VcG - das ist mehr eine Alibifunktion des DGV und nicht ganz freiwillig entstanden. Es gab vor der VcG Zeit einen Golfverband der hieß "Der öffentliche Golfverband DVG" und dort konnte alle Golfer Mitglieder werden. Der stete Zulauf an Mitglieder zwang den DGV selber etwas auf die Beine zu stellen und daraus wurde der VcG.
    Das das Kind nicht geliebt wird - kann man sich sicher denken.
    Wer dazu mehr wissen will (in den DGV Archiven werdet ihr dazu sicher nichts finden, und wenn doch sicher anders - den die Sieger schreiben die Geschichte), kann sich an Herbert H. SCHLAPP wenden. Dazu gibt es auch ein Buch, das ihr bei ihm erwerben könnt und die Orginalkorrespondenz dazu ist schon mal spitze.

    In meinem Blog habe ich mir schon mal ein paar Gedanken gemacht und ich weiß nicht ob ihr euch an die Studie erinnern könnt (Google hilft) das über 4 Millionen Interesse hätten an Golf und ggf. selber zu spielen. Stellt euch das mal vor, Golf wäre wirklich Breitentauglich - da wäre es aus mit der Exklusivität beim Golf - das wäre wie Fußball, jeder Plebs geht auf dem Platz um Bälle zu schlagen.... Wer will den so was? Der DGV sicher nicht, denn sonst würde man versuchen diese Quelle anzuzapfen.

    Bei uns haben wir mit Hilfe der Gemeinde einen öffentlichen Platz geschaffen wo man Cross-Golfen kann. Es sind immerhin 9 Bahnen und bei dem was ich so mitbekomme, spielen dort um die 100 Menschen. Das ganze ohne Werbung usw. Die Menschen nutzen solche Angebote wie öffentliche Plätze, man muss sie ihnen nur bieten.

    bis denne
    rebel

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  11. Schöner Artikel, vielen Dank und danke auch für Deinen Hinweis auf Herrn Schlapp, rebel!
    Herbert Schlapp, Begründer des 1.deutschen Öko-Golfplatzes vor vielen Jahren in Schotten/ Vogelsberg ist leider kürzlich verstorben. Er hatte den DVG Overath mitbegründet und dann hautnah erlebt, wie der DVG vom VcG einverleibt wurde. Die VcG-Parias wurden zur größten CashCow des DGV und kaum einer ahnt, was vom VcG seit Jahren für den DGV finanziert wird (Den Schwachsinn der Ryder Cup Bewerbung, Schulgolf etc.).
    In meinem Buch "Der Weg der Weißen Kugel" habe ich versucht, diese Zusammenhänge und Hintergründe satirisch aufzuarbeiten. Dass ich dabei auch ärgerlich und deutlich werde, hat mir nicht nur viel Ärger mit dem "offiziellen Golfsport" eingebrockt, sondern neuerdings auch Leser irritiert, die meine klaren Worte auf Amazon als arrogant und saturiert kritisierten. Trotzdem bleibe ich dabei: Geldgier führte zum Handicap 54 und das brachte uns den Platzreife-Golfer und das Chaos, das wir heute allerorts erleben. Heute dauert heute eine 9-Loch Afterwork-Runde so lange, wie früher ein 18 -Loch Match und wer das Golfspiel früher noch "richtig gelernt hatte“, hat immer häufiger die Nase voll und verlässt den Club. Weil immer mehr Club erhebliche Finanzprobleme haben, darf mittlerweile spielen, wer will, egal wie, solange er nur die Kohle hinlegt. Das war meinen ersten Jahren als clubfreier Golfer anders, denn als ich anfing, durfte ich in vielen Clubs nicht mal die Driving Range oder das Putting Grün benutzen. Insofern hat sich immerhin etwas bewegt...

    Herzliche Grüße
    Eugen

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  12. Hallo zusammen!

    Jetzt treibe ich mich auch einmal bei "euch" herum, die ihr das Golfspiel aus der - ich nenne es mal - rein spielerisch interessierten Sicht seht. Finde ich gut! Ich schreibe auch an einigen Stellen 'über Golf' (online + Print) und hatte bei der Einführung der so durchdachten Hologrammstruktur auch Kontakte zu einigen Verbänden. Viele Verbandsobere konnten diese neuen Merkmale auf den Ausweisen ebenfalls nicht gutheißen und bestanden auf der offen ausgeschriebenen Vorgabe der Freiwilligkeit einer Kennzeichnung. Wie du richtig geschrieben hast, ist diese freiwillige Kennzeichnung mit R, vS, R vS natürlich eine Farce - und für Clubs, die die Kriterien nicht erfüllen, ein Dilemma.

    Ich sah gerade, dass auch Eugen - den ich ob seiner offenen Art sehr schätze - hier schrieb, u.a. "...und wer das Golfspiel früher noch richtig gelernt hatte, hat immer häufiger die Nase voll und verlässt den Club.". Was er mit dem Begriff "gelernt" meint, ist mir klar - die Aussage 'Ich kann es jetzt' ist ja mehr theoretischer Natur :-). Ich selbst begann 1998-1999, es zu lernen und wurde dann gleich seinerzeit noch zufriedenes VcG-Mitglied. Die Differenzierung eines seriösen Golfers (goldenes Hologramm) und dem Billiggolfer (ohne) gab es nämlich noch gar nicht. Das ist eine sinnlose Erfindung der Neuzeit, über die im Ausland nur geschmunzelt oder ungläubig hinterfragt wird - auch in Portugal, wo ich recht regelmäßig spiele. Seit 2001 bin ich nun Vollmitglied in einem modern zwanglosen Club, in dem auch baulich sehr viel getan wurde. Auch die Trainer-Crew ist auf dem höchsten Level. Und doch habe ich mich kürzlich, nach Zahlung meines üppigen Jahresobulus für 2013 dazu entschlossen, im Herbst dieses Jahres dort auszutreten und in einen Club zu wechseln, der mir "nur" einen nackten Ausweis liefern wird. Das macht mir nichts, auf mein aktuelles R/vS-Logo zu verzichten. Wer mich nicht gegen Greenfee (oder ein stark erhöhtes) spielen lassen will, soll es sein lassen. Andere Mütter haben auch schöne Töchter ;-).

    Wie komme ich nach so vielen Jahren auf diesen Gedanken? Ich kann meinen Jahresbeitrag nie abspielen und gehe gern auf verschiedene fremde Wiesen. Bei einer Wochenarbeitszeit von 41 Std. und tgl. 100 km Arbeitsweg bekomme ich nicht selten einen dicken Hals, wenn ich auf dem Rückweg an der Driving Range meines Heimatclubs vorbeikomme und dort gefühlt 1000 Bälle liegen sehe. Schön, wenn ich nicht arbeiten müsste, hätte ich auch Zeit, tagsüber auf den Platz zu gehen - oder mittwochs um 13 Uhr beim Herrengolf mitzumachen oder ...

    Man könnte meinen, das volksbekannte Vorurteil des Altherrensports Golf wird durch die Einführung der Hologramme sogar noch verstärkt. Clubleben brauche ich nicht - ich bin auch weder im Schützenverein noch der freiwilligen Feuerwehr. Trotzdessen kann ich als Gast in einem fremden Club nett mit anderen Spielern zusammen sitzen und eine Kaltschale oder ein Käffchen trinken. Das reicht mir und macht Spaß. So spiele ich also lieber meinen Jahresbeitrag in Form von Greenfees ab. Und die besuchten Clubs haben zusätzlich Einnahmen durch mich. Die laufende Argumentation, dass Fernmitglieder doch nur Schmarotzer wären und nichts zur Infrastruktur der Clubs und deren Aufwände für die Pflege beitragen würden, war mir schon immer suspekt.

    In diesem Sinne - schönes Spiel für Euch!
    Gruß, Thomas.

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  13. Zum Thema "Golf richtig gelernt".
    DIe Frage ist doch, was man will. Will man den elitären Status beibehalten und die Leute durch einen zweijährigen "Lernkurs" schicken, oder will man modernere werden, das verstauchte und leider auch sehr negative Image des "teueren, elitären" Sports beibehalten?
    Ich glaube, dass man das eine mit dem anderen verbinden könnte
    Früher konnte man den Führerschein auch mit 9 Fahrstunden machen, heute undenkbar. Warum also nicht ein Mindestmaß an Stunden (Theorie und Praxis) und dazu dann eine entsprechende Prüfung?
    Danach dann aber bitte keine "goldenen Hologramm/ich bin besser als Du" Statussymbole. Wenn ein Club die anfänger nicht möchte, schraubt man einfach die Vorgabe hoch, die ein Spieler für einen Platz benötigt. Das machen viele Clubs. Nur wird da die Spielzeit nicht besser, denn allzuviele Spieler, die mit einem mittleren Hdcp, spielen jeden Schlag als ginge es um den Masterssieg. Da ist dann das nächste Problem: Die Einhaltung der Etikette bzw. die tägliche Marshallsarbeit. Nur sind die, die so trödeln meistens die altgedienten Mitglieder beim Versuch ihr Handicap noch einZehntel runterzuspielen (Welches sie woanders im Leben nicht spielen würden).
    Ich finde s gut und richtig, das sich der SPort öffnet.
    ich finde es aber auch richtig, wenn bestimmte Clubs sagen: Hier kostet es viel Geld und wir lassen nicht jeden gast auf den Platz. Alle anderen stehen im Wettberwerb und müssen sich wirtschaftlich behaupten.

    Allerdings sind diese Unterschiede in der "Mitgliedschaft" in der Tat skandalös.

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  14. Hier ein Gedankenanstoß:
    Es bleibt vielen Clubs nichts anderes übrig. Der Handel mit den "billig Mitgliedschaften" treibt etliche Clubs in den Ruin. Viele Mitglieder treten aus um dann mit "Billigmitgliedschaften" wieder gegen 9-Loch-Greenfee zu spielen (Tendenz steigend). Hiervon können weder dauerhafte Kosten wie z.B.: Verbandsgebühren (DGV, BGV, BLLSV), kosten für die Computersoftware (Golf), Versicherung, Personal (Büro, Reinigung, Greenkeeper, Wasser, Strom, Düngemittel, uvm.) bezahlt werden. Alle Ordentliche Mitglieder sind doch die "Gelackmeierten" (die Kosten werden auf sie umgewälzt). Kinder und Jugendliche kosten in den meisten Clubs wenig bis fast gar nichts. Ihr wacht erst auf, wenn die "Wiese" nicht mehr gemäht ist, das Büro nicht mehr besetzt ist und die Clubhäuser vor sich hinrotten.... Der hohe Anspruch an das Grün und den Club bleibt, egal wie die Struktur des Golfclubs ist und wie oft gespielt wird!!

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  15. Ja, der Anspruch und die Wirklichkeit.
    Leider gilt das aber für beide Seiten. So lange es Platzbetreiber gibt, die meinen, man können sich mit supergünstigen Rabatten neue "Kunden" erschließen, solange wird es die "Normadengolfer" geben, die sich immer am günstigsten Angebot orientieren. Das ist Marktwirtschaft. Denn das bedeutet, dass es (zum Glück) mehr Plätze als Spieler in Deutschland gibt. Wir sollten uns darauf fokussieren, mehr Golfer zu finden. Das viele Golfer für jeden technischen Schnickschnack hunderte/tausende Euros ausgeben aber beim Greenfee sparen wird dazu führen, dass es mehr public Golfplätze geben wird.
    Aber was hat das alles mit der Einteilung in eine Zweiklassengesellschaft zu tun? Warum wird hier so deutlich und offensichtlich differenziert? Das ist der Ausgangspunkt dieses Beitrages und dieser Diskussion. Wenn jemand nicht gewillt ist, tausende Euros für Clubbeiträge zu bezahlen, aber sein Geld gerne bei den teureren Greenfees ausgeben wollen würde, warum lassen wir sie/ihn das dann nicht tun? Das widerspricht deiner These mit den rückläufigen Einnahmen. Ich muss dann doch erst Recht bestrebt sein, mein Greenfee zu kassieren und egal von welchem Spieler welchen Clubs auch immer. Oder?

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