Donnerstag, 25. Oktober 2012

Meine selbstgespielten Top 10 Plätze 2012, Platz 7 -4


2012 war für mein Golfspiel ein gutes Jahr. Ich habe mich auf das avisierte Handicap von 24 (aktuell -23,9) von -29,3 runtergespielt. Dazu hatte ich das Glück vierzehn verschiedene 18 Loch Golfplätze in 2012 spielen zu dürfen. Nachdem letzte Woche meine persönlichen Plätze10 bis 8 von mir vorgestellt wurden, stelle ich diese Woche nun meine Plätze des Jahres 2012 Platz 7 bis 4 vor.
Aber vorher muss ich auf eine geniale Idee von Alexander von Golfer`s Delight hinweisen. Alexander stellt gerade seinen eigenen Berliner Golfplatz zusammen und hat dafür die 18 besten Bahnen ausgewählt. Einfach hier mal klicken. Eine tolle Idee! Doch jetzt mein... ->

Platz 7 
Golf- und Land-Club Berlin-Wannsee e.V.
Der Golf- und Land-Club Berlin-Wannsee ist der älteste Golfclub Berlins. Und leider auch wohl der zerstrittenste Golfclub Berlins, denn die Damen und Herren in und um den Club streiten dort mehr um und über Wahlen und Vorstände, als sonst üblich. Anstatt sich Gedanken zu machen, wie man den sicherlich schönen Platz noch besser machen und die überbuchte Lage verbessern könnte, kümmert man sich um Pöstchen. Typisch Golfclub kann man jetzt sagen, das Problem sind wohl zwei Lager innerhalb der 1800 (weil 9 und 18 Loch-Anlage) Mitglieder, die sich weder grün noch einig sind. 
Andererseits ist mir das Clubleben als Gast dort aber auch eher egal, da ich ohnehin nur dort spielen will. Und das auch nur, wenn ich alljährlich zur RTL-Radio-Trophy eingeladen werde. Mir persönlich ist das Greenfee von 100 Euro (nur in der Woche!) zu teuer und da man als Gast am Wochenende gar nicht aufteen darf, fehlt mir dazu auch noch meistens die notwendige Zeit. Der Platz selber ist ein Parkland-Course, der sehr weitläufig im Sinne der Wege angelegt ist. Wenn man von der 10 abschlagen wollen würde (oder bei Kanonenabschlägen muss), ist es angebracht, sich fahren zu lassen. Idealerweise mit dem Auto und dann aber auch an die Abholung denken!
An der 10, einem 200 Meter langem Par 3, gibt es aber auch eine schöne Hütte, in der 
man die Wartezeit überbrücken und sich auch sonst gut verpflegen kann. 

Aber der Platz ist sportlich durchaus anspruchsvoll und nicht umsonst Austragungsort der alljährlichen Coca Cola – Berlin OpenChampionship .
Und der Platz hat wirklich unglaublich tolle Grüns, die extrem spurtreu sind. Was an jahrelangem Einsatz von chemischen „Kampfstoffen“ gelegen haben soll. Das ist dem Golfer egal, allerdings ist der Einsatz seit diesem Jahr verboten, also bleibt abzuwarten, wie sich die Grüns im Laufe der nächsten Monate und Jahre entwickeln. Eines ist klar. Der Platz ist so stark frequentiert, dass man kaum Erholungsphasen finden wird.
17te Bahn vom Teeshot
Meine Lieblingsbahn ist die 17te Bahn, ein „nur“ 146 Meter langes Par 3. Allerdings hat die Bahn mit dem stark erhöhten Grün es wirklich in sich. Das Grün zu treffen und drauf zu bleiben ist schon gut. Aber auf dem Grün bleibt dann auch noch eine Menge Arbeit, wenn man nicht am Stock liegt. Da ist ein Zweiputt auch mal schon ein gutes Ergebnis.
Generell spielt sich der mit 5.875 Meter lange Par 72 Kurs bei einem Slope von 136 von gelb eher schwer. Das liegt an den engen Fairways, die man zwingend treffen sollte, denn mit der Balllage im tiefen Rough wird das Spiel schnell schwierig, zumal die Grüns in aller Regel sehr gut verteidigt werden. Die richtigen Stellen im Grün zu treffen, hilft in Wannsee extrem um eine gute Runde spielen zu können. Ich finde den Platz schön, aber er ist im Greenfee deutlich überteuert. Wer eingeladen wird, kann sich auf einen tollen Platz und typisches klischeebehaftetes Clubleben freuen. 

Die Mannschaften des GLCBW sind übrigens seit diesem Jahr wieder erstklassig, nachdem die Damenmannschaft im Vorjahr als DM abgestiegen war, gelang ihnen dieses Jahr der direkte Wiederaufstieg.  Die Herren waren und bleiben erstklassig, genau wie die Senioren, die erneut Deutscher Mannschaftsmeister wurden und den Titel 2012 zum vierten Male in Folge errangen.

Platz 6 
Golfclub Worpswede
Ich war selber überrascht, als der Golfclub Worpswede auf Platz 6 meines Rankings auftauchte. Aber ich muss sagen: 
Schöner kann ein Golfplatz kaum sein!
Versteckt am Rande des Teufelsmoores (ca. 15 km Entfernung zum Künstlerdorf Worpswede) liegt der Platz in absoluter Stille, angrenzend an ein Naturschutzgebiet mit intakten Wald-, Moor- und Heideflächen. Der Golfclub Worpswede ist unbestritten einer der schönsten Golfplätze im Bremer Umland und wurde auf Grund seiner besonderen Lage und gekonnten Integration in die Natur mit der Umwelteiche des Deutschen Golfverbands (DGV) 
ausgezeichnet. Der Platz wurde wirklich wunderschön in die Landschaft integriert, so muss Golfplatzdesign sein. Dazu noch ein gar nicht leichter Platz und diese wundervolle Ruhe auf der Runde. Ich liebe auch genau das an einer Runde Golf und weiß diese Art der Qualität auch zu schätzen.  
Wer sich fragt, was ich in Worpswede gemacht habe: Ich war zum alljährlichen Hitradio Antenne Golfturnier eingeladen. Eine tolle Turnierserie, die jedes Jahr auf einem anderen Platz in und um Bremen stattfindet. Dieses Jahr war halt Worpswede Austragungsort. Und was soll ich sagen? Ein kleiner, sehr feiner Golfplatz, bei dem man merkt, dass das gesamte Greenkeeper-Team seinen Platz und seine Arbeit liebt. 
Der Par 72, bei 5.779 mit Slope 131 Platz ist wirklich liebe- und anspruchsvoll in eine ehemalige Moorlandschaft designt worden. Und er war Ende Juni in einem Top-Zustand.
Es gibt reichlich Wasser, viel Wald und auch einige sehr gut platzierte Bunker, die den Platz wirklich anspruchsvoll machen. Die großen Grüns zu treffen ist eine Aufgabe, das jeweils richtige Plateau die wichtigere Aufgabe bei der Annäherung.   Und man muss den Platz wirklich strategisch spielen. 1984 wurde der Platz zur 18 Loch Anlage erweitert. Typisch für die Charakteristik der norddeutschen Weidelandschaft sind die Bahnen 10 und 11. Integrierte Teiche mit Rohrkolbenröhricht bieten zusätzlich eine hohe, spielerische Herausforderung. Die Bahnen 12 und 13 führen aus dem Waldgebiet zu den Bahnen 14 und 15, die unmittelbar an das Naturschutzgebiet des Teufelsmoores angrenzen. Bahn 16, genannt das ‚Hexenloch’, ein sehr kurzes Par drei, das es aber in sich hat…
17te Bahn
Die Bahn 17 mit einem Teich und Fontäne bildet optisch den schönsten Teil der Gesamtanlage. Die Bahn 18, ein langes Par 5, ohne Teich und Bunker – aber ein enges Fairway! – führt zurück zum Clubhaus, in dem  die Gastronomie eine gute Auswahl norddeutscher Gerichte anbietet.
Wer den Platz nicht kennt, sollte sich daher zwingend das Birdiebook zu legen und die Fahnenpositionen mitnehmen. Das Greenfee ist mit 50 Euro in der Woche und 55 Euro am WE (Sa - So.) sehr fair.

Platz 5 
Millenium Course, Villamoura
Platz 5 belegt ein Platz an der Algarve, der MilleniumCourse den ich im März im Zuge einer Golfreise nach Villamoura gleich zweimal spielen durfte, der Millenium Course, ein PAR 72 mit einer Länge von 6176m (weiß), 5784m (gelb), 4767 Metern in Rot und einem Slope Rating 120. 
Der Millenium ist dank seiner vielen Pinienbäume und auch eines gelungenem Designs sicherlich einer der schönsten Plätze an der Algarve. Wer in der Nähe ist und Zeit und Lust mitbringt, sollte dort unbedingt einmal aufteen.  


9 Bahnen des 2000 neu eröffneten Millenium Course, sind ursprünglich Teil des damals noch 27 Loch umfassenden Laguna Golf Course gewesen, bevor Architekt Martin Hawtree die Bahnen umbaute und zusätzlich neun neue Bahnen auf der anderen Straßenseite hinzugefügt und daraus in der Summe den Millenium Course gemacht hat. Dank der neuen Bahnen (die ersten Neun), die komplett im Pinienwald liegen ist es ein toller Platz geworden, der zwei komplett unterschiedliche Versionen Golf in einer Runde anbietet. 
Bahn 7, Par 4 in der Abendsonne - Gibt es was schöneres?
Der Lagunateil ist eher offen, während die ersten 9 (die neuen Bahnen) sehr waldig eng und anspruchsvoll sind. Mein Favorit war Bahn 4, ein Par 5 mit 470 Metern von Gelb, ein Dogleg nach Links, dass vom Abschlag aus so eng ist, dass man wirklich nur eine Chance hat, wenn man gerade Driven kann oder lang genug für den Draw ist. Das von hohem Schilf umbaute Wasser am Abschlag ist dabei nur ein optisches Hindernis und kommt nicht ins Spiel. Der Platz als solches ist auch eher ein fairer Course, die Grüns waren ebenfalls sehr schnell (9,5) und stärker onduliert, so dass lange Schläge ins Grün nur schwer zum Halten kamen und man schon genau überlegen musste, wohin man die Annäherung spielte. Der Teil im Pinienwald ist gerade bei Sonnenuntergängen grossartig. Alles in allem ist es die Kombination aus offenem und waldigem Gelände, die ich an dem Platz sehr mag und die den Platz so schön zu spielen macht.  

Platz 4 
Arnold Palmer 
Der Arnold Palmer Platz war bis zu diesem Sommer nicht umsonst Austragungsort der Deutschen Damen Mannschaftsmeisterschaften. Ich hatte im Vorfeld der DMM den Arnold Palmer Platz schon einmal ausführlichst beschrieben und wer diese Beschreibung noch einmal ausführlich nachlesen möchte, ist hier genau richtig (klick mich
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Der Arnold Palmer Platz ist ein Parklandkurs und ein Golfplatz für Golfplatz-Ästheten. Durch extrem große Grüns, abwechslungsreiche Spielbahnen, Bachläufe und alten Baumbestand verbindet sich hier anspruchsvolles Golfen mit intensivem Naturerlebnis. Der Platz hat eine Hcp.-Beschränkung von –36 und Jake McEwan, der Headgreenkeeper des Resorts urteilt selber über den Platz:
“Dieser Platz ist der Schönste aller vier Plätze des Sporting Club Berlin. Angelegt in einem wunderschönen Waldgelände, werden alle Fairways von Bäumen wie eine Allee eingerahmt. Der ganze Aufbau des Platzes, zusammen mit Palmer’s subtiler Formgebung, bietet eine sehr angenehme Golf-Erfahrung, auch für weniger geübte Spieler.“ (Das Resort beheimatet drei 18 Loch und eine 9 Loch Anlage, Anmerkung)

Das Greenfee kostet Mo – Do. 70 und Fr – So 80 Euro für Gäste. Aber der Platz ist dieses Greenfee wirklich auch wert. Mir bleibt nur zu sagen, dass man zwingend diesen Parkland Course, wie alle Plätze im A-Rosa Resort gespielt haben sollte. 



Nächste Woche dann meine Top 3. Alle drei sind natürlich Top-Plätze. Und alle drei sind Championship-Plätze. Sie sind wirklich verdient in meinen Top 3, der von mir in 2012 gespielten Plätze! Und nein, es sind weder der Faldo im A-Rosa, noch der Seddiner-Südplatz dabei, denn die beiden habe ich in 2012 nicht gespielt...

1 Kommentar:

  1. Hey, danke für die Erwähnung. Erinnert mich daran, daß ich mich an die Beschreibung der Back Nine machen müsste.

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